about:Namics

Ein Blick hinter die Kulissen von Namics.

01 Sep

Firmen-Ultra 2010 - Namics war dabei

Sonntag, 29.08.2010, 13:34 Uhr im Freibad von Pfungstadt. Ein eisiger Wind weht, dunkle Wolken ziehen auf. Elf hauptsächlich untrainierte Namics-Mitarbeiter aus Frankfurt streifen sich die T-Shirts ab und stehen nur noch in Badebuxe rum. Pure Erotik oder einfach nur ein erschreckender Anblick der einem auf Jahre jeglichen Fortpflanzungstrieb nimmt? Auflösung folgt.
Noch elf Minuten bis zum Start beim Firmen-Ultra-Triathlon in Pfungstadt 2010. Die elf Mann (wieder keine Frau dabei dieses Jahr, Schande!) starten jeweils zu einem Zehntel Ironman (380m Schwimmen, 18km Radeln, 4,2km Laufen), die Zeiten der zehn "Schnellsten" werden zur Gesamtzeit addiert. Zum dritten mal tritt Namics unter dem Teamnamen "Kämpfen.Beissen.Schwitzen.Namics" an. Der Name soll für die meisten schnell zum Programm werden.
Um 13.45 Uhr erfolgt der Startschuss im beheizten Wasser des Schwimmbades. Wieder schießt einem der Gedanke durch den Kopf, dass piwarm hoffentlich nicht von pee-warm kommt. Aber nur kurz, da sofort der Überlebenskampf beginnt. Die 88 Starter der Startgruppe verwandeln das Wasser in einen brodelnden Kessel, schnell schlagen einem die Hände, Ellbogen und Füße der Konkurrenz in's Gesicht. Boris "Torpedo" Bohn zeigt sich davon unbeeindruckt und schnellt schon nach 7:30 Minuten wieder an Land. Ein Teufelskerl! Andere fühlen sich im warmen Wasser dagegen wesentlich wohler und lassen sich für die acht Bahnen bis zu 14 Minuten Zeit.
Anschließend der Wechsel auf's Rad. Beim Anblick des intensiven Einsatzes von Handtüchern und neuen Klamotten drängt sich dem neutralen Beobachter das Gefühl auf, dass das Namics-Team an dieser Stelle einiges an Zeit verschenkt.
Auf der Radstrecke muss Boris Bohn bald erkennen, dass er mit seinem alten Schinken gegen die Hightech-Maschine von Stephan "Miep Miep" Nuber keine Chance hat. Der Jungspund setzt mit 36:30 Minuten die absolute Bestmarke in dieser Disziplin und sich selbst an die Spitze. Dahinter beginnt der Kampf mit dem eigenen Ich. Und der mit den Schmerzen in den hinteren Oberschenkeln. Und die Lunge fühlt sich auch so komisch an. Immerhin kann sich der Großteil des Namics-Haufens noch im niedrigen 40-Minuten-Bereich in die zweite Wechselzone retten.
Und noch immer sind alle elf Mann im Rennen. Can this be true? Teufelskerle!
Also nur noch 4,2km Laufen. Die Beine fühlen sich auf den ersten Metern an wie aus Gummi. Die restlichen Meter fühlen sie sich für die meisten Teilnehmer an wie aus Stein. Fragen über Fragen schießen einem durch den Kopf. "Warum mach ich das?", "Warum nur?", "Warum ich?", "Wie weit noch?", "Was, noch zwei Runden?", "War der Auswurf gerade rot?". Für die Beantwortung dieser und weiterer elementarer Überlegungen lassen sich die elf Sportskanonen noch mal 21 bis 31 Minuten Zeit. Teufelskerle!
Mit einer Gesamtzeit von ca. 13 Stunden und 12 Minuten belegt das Namics-Team am Ende einen grandiosen 62 Platz. Toll!


Die elf Wackeren Gesellen (in zufälliger Reihenfolge, jegliche Übereinstimmung mit der Reihenfolge im Ziel wäre rein zufälliger Natur) für Namics waren:
Stephan "Miep Miep" Nuber, Boris "Torpedo" Bohn, Robert "Schubrakete" Prech, Stephan "Speedy" Zülch, Markus "Kinderschwimmbrille" Wagner, Wolfgang "Windschatten" Hoffmann, Marc "Schoko" Suhre, Thomas "5 Bahnen" Leidecker, Achim "Ich krieg dich noch" Kretzschmar, Roland "Das Knie hält" Kastner und Eric "Hat der sich verlaufen?" Wiesenhütter (der an diesem Sonntag Nachmittag am längsten Sport getrieben hat, und somit der wahre Sieger ist).

IMG_1433_klein.jpg

Fazit: Wie jedes Jahr ein unglaublicher Spaß, bei dem es sich absolut lohnt mitzumachen. 2011 ist Namics bestimmt wieder dabei.

Ach so, der Erotikfaktor der Teilnehmer steht ja noch aus. Der wird an dieser Stelle natürlich nicht verraten, wer sich das anschauen/antuen will, muss beim nächsten mal als Aktiver oder Fan mitkommen.

27 Aug

Heute war Try-Run

An einem "ganz normalen Arbeitstag" stand bei mir "Clariden 3267.5m" im Kalender. Eingeladen von Heinz und versehen mit der neckischen Startzeit 4:00 AM. Währenddem der Titel der Einladung auch für einen Kunden herhalten dürfte, war die Kombination von 3267.5m und Heinz' Name ein solider Hinweis auf einen sportlicheren Anlass: Die Vorbereitung des "Gipfelsturms", ein geplanter Ausflug zusammen mit Kunden auf das Allalinhorn (über den Hohlaubgrat) ab der Britanniahütte.

Da (wie schon beim der ersten internen Besteigung) einige Berganfänger von uns dabei sind (mich eingeschlossen), machten wir uns heute zur Testtour auf. Also Heinz' Materialliste organiseren/einpacken (resp. bei Heinz betteln, er scheint alles mehrfach zu Hause zu haben) und diese in einer passenden Umgebung ausprobieren. Treffpunkt war auf der Klausenpasshöhe, Start um 6:00 Uhr und Ziel der Clariden. Start war genügend früh, dass Heinz und Thomas gleich in einem Biwak vor Ort übernachteten.

Die Wetterprognose war nicht so berauschend, doch beschlossen wir, die Realität vor Ort zu erkunden und die sah während der ersten Höhenmetern gar nicht so schlecht aus.

Heinz, Thomas, Michael und Christoph bei der ersten Pause um 7:30 Uhr

Also weiter zum Gletscher, über welchem wir den Vorgipfel des Clariden erreichen wollten.

Heinz am Kopf der Gruppe und in seiner Flucht der angezielte Gletscher

Beim "Iswändli" auf fast 3000m angekommen, packten wir nun auch die Einweisung an. Doch leider begann das Wetter nun rasch umzuschlagen.

Thomas, Michael und Christoph lauschen Heinz auf dem Glestscher

Die Regenfront, die uns dann erwischte - natürlich mit ein paar kräftigen Windböen gespickt - machte uns rasch klar, dass wir umkehren würden. Im Eilzustempo packten wir, währenddem Heinz einen Teil des Gletschers hochging um zu prüfen ob eine Gruppe, welche wir zwischendurch gesichtet hatten, nicht in Not war, unsere Rucksäcke. Und in ebendiesem Tempo ging es wieder runter zum Pass. Die einzige Pause, die wir uns noch gönnten war der missratene Versuch Wasser aus unseren Schuhen zu entfernen... Und ich kenne nun den wichtigsten Unterschied zu einem Dry-Run ;-)

Danke Heinz für den Ausflug und für das übernächste Wochende drücken wir alle den Wetterdaumen.

25 Aug

Was hat der Kuchen mit Social Media zu tun?

Kuchen (oder auch Brot) und Social Media sind irgendwie verwandt. Nicht nur, weil man ihn teilen kann, sondern auch weil jeder einen backen und unters Volk bringen kann. Die einen mögen ihn, andere nicht. Der Kuchen gehört für mich inzwischen selbstverständlich zur Corporate Communication von Namics. Ich darf regelmässig genau davon unseren neuen Mitarbeitern erzählen. Inspiriert hat mich diesmal (etwa eine halbe Stunde vorm Präsi-Start Boris Baldinger, der den Geburtstagskuchen von Jan Stettler fotografierte und natürlich via Flickr in der Namics-Gruppe publizierte.

kuchen.jpg

Welche Bedeutung hat sinnbildlich der persönliche Beitrag jedes Einzelnen für Namics?
Jeder gibt einen Teil zum ganzen Bild der Firma. Menschen mit all ihren Facetten, Erfahrung und Ansichten kommunizieren. Neben der Kaffeemaschine sind zum Austausch noch Wikis, Facebook, Blogs, Flickr, Twitter und so dazu gekommen.

Meistens rede ich etwas viel (schnell) bei den Vorträgen und freue mich auch über rege Diskussionen, wie letzten Montag. Dankeschön. Ich hoffe, ich konnte Euch ein wenig anstecken. Und vermitteln, dass interne auch externe Kommunikation ist und umgekehrt und da gehört eben auch Kuchen dazu. Das ist Kultur, die kommuniziert werden darf und soll.

Das hier hab ich dazu gezeigt:

Was hat der Kuchen mit Social Media zu tun?

Übrigens unsere neuen Mitarbeiter haben alle einen Facebook-Account, manche twittern, z.b. Marcel aus Hamburg und XING scheint selbstverständlich zu sein. Klasse.

20 Aug

Projektleiter unterhalten sich...

Heute Vormittag hatten wir einen Kundentermin - Projekt- und Teilprojektleiter unter sich. Zu großem Gelächter führte dabei folgender Dialog:

Kunde: "Bis wann können Sie uns das Angebot schicken?"
Ich: "Bis wann brauchen Sie es denn?"
Kunde: "ASAP."
Ich: "Ok."

Ich finde - ein schöner Wochenausklang...

19 Aug

Anspruchsvolle Kommunikation. Rot. Blau. Gelb.

Trotz des angekündigten schlechten Wetters haben sich am 16.08. 8 Namicsler aus Hamburg, Frankfurt und München voller grosser Erwartungen auf den Weg nach Mainz Finthen gemacht.

Dort sollten wir 2 Tage in die Kunst der Kommunikation eingeweiht werden.

Begruessung.jpg

Nach einer sehr freundlichen Begrüßung und der Vorstellung der ebenso spannenden wie straffen Agenda ging es direkt los. Dem Workshopleiter Lucas Kletschke (www.kkb.li) gelang es uns vom ersten Augenblick an zu fesseln.

Gleich zu Beginn durften wir uns in Gruppen zu zweit gegenseitig vorstellen. Zur Beweissicherung wurde alles auf Video festgehalten und später analysiert. Auf sehr direkte aber auch sympathische Art wurde jedem Einzelnen gezeigt, wo seine Stärken und seine Möglichkeiten zur Verbesserung liegen.

Im weiteren Verlauf der 2 Tage wurden uns Themen wie:
- Das Auftreten (Kleidung, Körpersprache)
- Wie wichtig ist der erste Eindruck.
- Sensibilisierung für Signale des Gegenüber
- Motive der Kommunikationspartner
- 3D Kommunikationsmodell
- Hierarchien
nähergebracht.

Der praktische Teil kam aber nicht zu kurz:
- Erklärung von Hierarchien anhand eines simulierten Stehempfangs,
- Ein spontaner Vortrag vor einem GL Gremium
- Zwei Vorträge auf Video mit Feedback
- Selbsteinschätzung in das 3D Kommunikationsmodell und Bewertung durch Herrn Kletschke und die Kollegen

Das zentrale Element über beide Tage hinweg war das 3D Kommunikationsmodell. Wie erkenne ich, was für ein Typ mein Gegenüber ist (Rot, Blau oder Gelb) und wie kann bzw. muss ich mit ihm optimal kommunizieren, um ihm meine Ziele, Wünsche und auch Absichten zu vermitteln. Lucas Kletschke erwies sich als wahres Chameleon und wechselte seinen Charakter permanent zwischen Rot, Blau und Gelb, um uns die verschiedenen Typen näher zu bringen.

Ein spannender Moment war dann noch ein abschließender kleiner Vortrag, in dem das Gelernte Anwendung finden sollte. Jedem der Teilnehmer ist es gelungen, das Gelernte anzuwenden und sich selber zu verbessern.

Fazit: Trotz der kurzen Zeit ist es dem Trainer gelungen, uns ein sehr anspruchsvolles Thema zu vermitteln und auch die Motivation, die Begeisterung und den Spaßfaktor über die ganze Zeit aufrecht zu erhalten.

11 Aug

Teamevent. Einstieg. Wasser. Strom. Pizza. Namics.

Dass im Team Christoph eine gewisse Affinität zu Helmen besteht, war manchen bereits vor über einem Jahr klar; zur Freude aller und ganz besonders eines Holländers kamen dieses Mal zusätzlich Westen in der Trendfarbe Orange zum Einsatz.

Doch von vorne angefangen: Alles begann mit dem AXPO-Projekt - und eine Besichtigung der Grossbaustelle im Linthal lag auf der Hand, nachdem das Online-Formular zur Gruppenanmeldung durch Namics erstellt worden war. Freitagmittag ging es los, unser Ziel war es, ein unterirdisches Pumpspeicherwerk während der Entstehung kennenzulernen. Nach (je nach Route) ca. 150 Km kamen wir an. Bereits zu diesem Zeitpunkt gab es zwei wesentliche Erkenntnisse: Google Maps sind keine Garantie dafür, sich nicht zu verfahren, und Lunchpakete für den kleinen Hunger sollten vorzugsweise vor statt nach einer 90-minütigen Autofahrt verteilt werden, wenn man um kurz vor 12 Uhr aufbricht.

So hatte für viele zunächst die Nahrungsaufnahme oberste Priorität, während beim Kauen die imposante Berglandschaft bewundert werden konnte.

bild 1.jpg

Bereits von aussen betrachtet hatte die Baustelle beeindruckende Dimensionen; bevor es „richtig" losging, gab es jedoch zunächst eine Stunde „Schulunterricht", in der uns die Hintergründe des Projekts und der Stromentwicklung der Schweiz für die nächsten Jahre präsentiert wurden.

bild 2.jpg

In zwei Gruppen ging es danach weiter - wir wurden durch das Gelände und in den Berg hinein geführt, vorbei an Bauarbeitern, die uns eher skeptisch beäugten. Zur Enttäuschung aller waren leider weder ein Flug mit einem der um uns herumschwirrenden Helikopter noch eine Fahrt mit der grössten Seilbahn der Welt im Programm vorgesehen. Die nächsten Stunden wurden wir mit physikalisch ungewohnten Massstäben konfrontiert - über 1'000 MW Leistung, 25 Mio. m³ Wasser, kilometerlange Zugangsstollen, die sich quer durch den Berg erstrecken (werden) uvm.

bild 3.jpg

Nach lehrreichen Einblicken in das Stromgeschäft fuhren wir zurück nach St. Gallen. Durch den Feierabendverkehr verkürzte sich leider die Nettozeit des Apéros im 4. OG auf nur eine gute Dreiviertelstunde.

Weiter ging es zur Pizzeria Metro nach St. Fiden, wo als nächstes ein gemütliches (und leckeres) Abendessen auf dem Programm stand. Nach vorzüglicher Vorspeisenvariation und reichhaltiger Pasta wurden wir von einem Gang Pizza überrascht, der tatsächlich für manche eine Herausforderung darstellte.

Die in unseren Augen übertrieben frühe Schliessung des Restaurants um 23.30 Uhr führte zu einigen Verlusten und dezimierte unsere Truppenstärke auf nur noch knapp 10 Mann, die nach kurzem Zwischenstopp im Alt Sankt Gallen einkehrte. Gerüchten zufolge soll der Abend für manche Namics'ler, nachdem der letzte die Beiz verlassen hatte, noch nicht zu Ende gewesen sein, sondern sich bis in die frühen Morgenstunden ausgedehnt haben...

An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an David für die Organisation und Planung des Events, an Boris für die vielen Fotos, an alle freiwilligen Fahrer und generell an das ganze Team Christoph für einen tollen Tag!
Ich halte fest: Mein persönliches, erstes Fazit nach einer Woche Namics fällt extrem positiv aus :-)

09 Aug

Mainhattan. Team. Event. 2010.

"...das war mal ein richtig chilliges Teamevent...", so oder so ähnlich lautete es in einer Mail. Stimmt! Nachdem wir uns gemeinsam am frühen Nachmittag des 15. Juli zumeist per Drahtesel in das schöne, direkt am Main gelegene Licht- und Luftbad begeben hatten, ging es ausnahmsweise mal nicht um das herausfinden von Kundenwünschen oder deren Synthese zu Konzepten oder Bits und Bytes. Es fokussierte sich unsere geballte Kompetenz auf die gemeinsame Zubereitung und den Verzehr von Essen, auf Gespräche, auf den sportlichen Einsatz von Bällen, Scheiben oder Neugier erweckende Stäbchen der von Svenja in's Spiel gebrachten finnischen Spielsensation Mölkky und auch auf das gemeinsame Kennenlernen. Schließlich ist Mainhattan in Bewegung und hat den Zuwachs einiger neuer Mitarbeiter zu verzeichnen. Herauszuheben ist hier auch die erste Begegnung mit Sven Niedner, dem neuen CTO für Namics Deutschland. Menschen treffen hier aufeinander, nicht Positionen und Berufe. Vielleicht liegt genau in dieser Leichtigkeit die Wurzel einer besonderen Ernsthaftigkeit. relish.jpg Und so lässt sich dieses Fest, dass dank der hervorragenden Organisation seitens Heike, Florian und Werner nicht nur mit netten Menschen, sondern auch mit fortdauernd vorhandenen Kaltgetränken, mit lauter kulinarischen Leckerheiten, mitunter von Matthias und Wolfgang heldenhaft gegrillt, und einer schlicht und einfach angenehmen Umgebung, versehen war, als rundum gelungen bezeichnen. Echt wahr! Mainhatten chillig und in Bewegung: football.jpg

29 Jul

Lehrling bei Namics, ein Rückblick.

Am Montag, 14. August 2006 war mein erster Arbeitstag bei namics (ja, damals wurde der Firmenname noch klein geschrieben ;-) ). Zugegeben, ein wenig nervös war ich schon, wahrscheinlich erinnere ich mich deshalb noch sehr gut an diesen Tag.

Damit ich mich in aller Ruhe einleben konnte und nicht direkt dem Alltagsstress der einzelnen Teams ausgesetzt werde, durfte ich meine erste Monate beim Systemservice, dem Support, verbringen. Schon bald lernte ich Vieles kennen, wie etwa wie man einen Server korrekt aufsetzt, mit Linux arbeitet oder wie man ein IBM Thinkpad aufschraubt, um den Bildschirm zu wechseln (natürlich wird die Sache wesentlich einfacher, wenn's dann noch der Laptop der Lehrmeisterin ist). Zu den neuen Aufgaben gehörte ausserdem das Patchen von Telefonen. Einen Netzwerkausfall habe ich nie verschuldet, aber habe es irgendwie hingekriegt, dass sämtliche Mitarbeiter eines ganzen Teams einen halben Tag lang die falsche Telefonnummer besassen. Der Einzige, der das nicht wirklich amüsant fand, war ich selber.

Schon bald durfte ich mich dann parallel zu den Wartungsarbeiten unter fachkundiger Unterstützung mit HTML/CSS befassen. Noch bevor ich das Team wechselte, bekam ich wöchentlich „Unterricht" in Sachen PHP.

Dann stand mein erster Teamwechsel bevor: Ins Team Marike. Dort sollte ich meine Fähigkeiten weiter verbessern und mich dazu weiter in PHP einarbeiten. Schon bald durfte ich bei Kundenprojekten mitwirken. Natürlich wurden alle Templates kritisch begutachtet und ich wurde mit hilfreichen Tipps eingedeckt. Mit dem Wechsel des Teamleiters durfte ich dann auch das erste CMS kennenlernen: Day CQ. Begonnen hatte damals alles mit einem (offiziellen) Tutorial, welches voller Fehler war (Zitat Betreuer: „wenn's nicht geht, einfach weitermachen, ist nicht immer korrekt beschrieben.

Nach dem nächsten Teamwechsel durfte ich mich mit der GUI-Programmierung von Java auseinandersetzen, denn was objektorientiert Programmieren war, wusste ich zu diesem Zeitpunkt nur „so halb". Ausserdem wurde das Wort Code-Review für mich da nochmals neu definiert, denn ich hörte auf zu zählen, wieviele Male ich mein Minesweeper neu programmiert und verbessert habe, bevor ich wieder im Sitzungszimmer sass und wieder erklären musste, warum genau ich das so und so gemacht habe.

Schlussendlich war das Spiel dann mehrsprachig und die Anzahl Felder und Minen konnte individuell eingestellt eingestellt werden. Natürlich durfte weder eine Highscore-Liste noch die Möglichkeit, ein Spiel zu speichern fehlen. Okay, zugegeben, das mit dem Speichern hatte ich nie mehr hinbekommen.

Bald durfte ich mich dann mit dem Lotus Notes CMS herumschlagen. Dieses Tutorial war sogar fehlerfrei, unglaublich. Dieses Content-Management-System gefiel mir sehr gut und ich sammelte während etwa eines Jahres viele Erfahrungen mit diesem System. Dies war dann auch ausschlaggebend für die Entscheidung, was für eine Aufgabe ich als praktische Abschlussarbeit einreichen will.

Ja, Abschlussarbeit - die vier Lehrjahre vergingen schneller als mir lieb war. Nun stand ich mitten im Prüfungsstress. Nach einigen anstrengenden und - wirklich - nervenaufreibenden Wochen war es dann geschafft: Ich durfte mein Fähigkeitszeugnis in Empfang nehmen.

Ich darf auf vier abwechslungsreiche Lehrjahre zurückblicken, in denen ich enorm viel gelernt habe und mich immer wohl fühlte. Natürlich war es nicht immer einfach, aber die schönen Ereignisse überwogen am Schluss doch ziemlich deutlich, und das nicht nur wegen den vielen tollen Anlässen ;-)

26 Jul

1995: die Motorradprüfung, die Vespa und die Liebe zur Fotografie

Post von Ralph Hutter alias Pixelfreund

Weisst Du, wass Du 1995 getan hast? Klar weisst Du das. Aber hast Du auch Fotos von 1995? Ich bin ein wenig short an Fotos aus der 90ern.


Die 90er Jahre sind meine persönliche fotografische Wüste. Endlich der Pubertät entwachsen und erst Fuss fassend im Erwachsenenleben gibt es keine Fotos mehr, die meine Eltern in allen möglichen und unmöglichen Lebenssituationen gemacht hätten und andererseits waren Digitalkameras noch nicht weit verbreitet, geschweige denn erschwinglich. Es gibt schlicht und ergreifend kaum Fotos von mir aus dieser Zeit (Man könnte jetzt auch einfach froh sein, nicht zur "Du wurdest in Facebook markiert" Generation zu gehören).


1995 war das Jahr nach meiner Lehre bei Raiffeisen Schweiz und dem Abschluss der Rekrutenschule. In einem schwierigen Jahr für Lehrabgänger war ich glücklich, dass ich trotz Militärdienst eine weitere Anstellung im Börsen-Backoffice von Raiffeisen erhalten hatte. Ein Jahr der Orientierung. Musik, Fotografie, Motoräder und eine mögliche Karriere in Richtung "EDV" waren die Themen, die mich 1995 bewegt haben.

Fotografie

Fotografie war ein grosses Thema. Ich präsidierte die Foto-Jugi, einen Fotoverein für Jugendliche mit kleinem Studio und Schwarz-weiss Labor im Keller des Schulhaus Talhof in St. Gallen. Mit einer Canon A1, die ich heute selten noch im Einsatz habe, hatte ich über Jahre Fotos gemacht, die S/W Filme selber entwickelt und erste Shooting Erfahrungen im Studioumfeld gesammelt. Allerdings nicht selber vor der Linse. Daher kommt vermutlich meine Liebe zur Lomo und der Polaroid Kamera aber auch zu den iPhone Apps wie Quadcam oder Hipstamatic.


1995-Canon-A1.jpg

Quelle: Wikipedia

1995 stand zu Hause ein 486er PC mit Midi Interface, DX7 und Sequenzer, die zusammen nie richtig funktioniert hatten. Mit Schulfreunden spielte ich in einer veritablen Grunge Band. Der Synthi fand einfach keinen Platz in einem klassischen 4er Combo. Bass, Gitarre, Schlagzeug, Gesang. Weil wir keinen passenden Sänger auftreiben konnten und das Piano überflüssig war, habe ich gezwungenermassen und gleichzeiti erfreut die Vocals übernommen. Ein Jahr klassischer Gesangsunterricht hat mich mindestens in die Materie eingeführt. 1995 haben wir für "Musig uf de Gass" im Vorfeld des Open Air St. Gallen auf dem Gallusplatz gespielt. Ein Jahr später haben wir die Grabenhalle in St. Gallen rappelvoll gefüllt, was der Höhepunkt in meiner Musikkarriere bleibt #rocknrollthunder.


Saiten Ausgabe Juni 1995 - Musig uf de Gass

Kulturmagazin Saiten: Ausgabe Juni 1995 - Musig uf de Gass

Motorräder

1995 habe ich das ultimative Upgrade erlebt. Direkt von der Vespa auf eine Suzuki 1100G, um die schwere Motorradprüfung abzulegen. Ein grossartiges Motorrad. Kardanantrieb, 5-Gänge, dauernde Probleme mit Zylinderkopf Dichtungen und auch sonst unzuverlässig; aber Dampf ohne Ende. Die Suzuki habe ich wenige Jahre später gegen einen roten Peugeot 205, 1.1 Liter mit Hagelschaden eingetauscht. Die Vespa hingegen begleitet mich noch heute im Zürcher Stadtverkehr.


EDV und so.

Ich habe gewusst, dass jetzt was Grosses abgeht "in der EDV". Während der Lehre hat das Unternehmen von IBM Kugelkopfmaschinen auf 8088er PCs umgerüstet und an der Berufsschule wurde von Schreibmaschinen auf "Textverarbeitung" mit Word Perfect umgeschult. Bereits ein Jahr später wurde das erste Word für Windows eingeführt, auf welchem ich glücklicherweise die Lehrabschlussprüfung absolvieren konnte. In der Berufsmatura haben wir DBase Datenbanken programmiert und auch "von diesem Internet" gehört.


Beschlossene Sache. Ich würde meine Karriere in Richtung "EDV" lenken. Die Musiker Karriere war nicht mehr so dringlich und die Digitalfotografie in einer enorm spannenden Phase. Ich bin mir nicht mehr ganz sicher ob es 1995 oder 1996 war, als ich mir meine erste Digitalkamera angeschafft hatte. Ein mittleres Vermögen für ziemlich lausige Qualität mit Akkulaufzeit von weniger als einer Stunde und natürlich endlosen Treiberproblemen am PC zu Hause.


Geblieben sind mir von 1995 die Motorradprüfung, die Vespa und die Liebe zur (Digital-)Fotografie. 1995 - Ein gutes Jahr.


P.S.: 1995 war nicht nur mein kreatives Jahr. Andere haben kreative Firmen gegründet. - Andreas Göldi, Philipp Lämmlin und Hans Meli haben die Firma Delta Consulting, die heutige Namics gegründet. Und was hast Du 1995 gemacht?

20 Jul

Frontal-Dialog: Einführungsmodul Social Media

Lernziele des Moduls Social Media bei der Einführung neuer Mitarbeiter: "Versteht die Bedeutung von Social Media in der internen Kommunikation. Kann die Grundfunktionen der Tools anwenden." Zeit die Su Franke und ich für das Erreichen bekommen: 1 Stunde. Angedachtes Medium: Präsentation.

Mmh, ein Frontalvortrag zu Social Media, das ja dialogorientiert ist. Und interne (!) Kommunikation und Social Media? Wie geht das zusammen?

Indem wir einfach einen Frontal-Dialog machen.

So haben wir es dann gestern auch gemacht. Su und ich haben uns die inhaltlichen "Bälle" zugespielt sowie die "Zuhörer" zu Dialogpartnern werden lassen. O.k., nicht jeder macht beim Dialog mit - wie bei Social Media auch - aber trotzdem haben wir uns über viele Meinungen und Fragen gefreut. Schließlich kann man sie gut aufgreifen und den Vortrags... äh Dialoginhalt besser auf die Dialogpartner ausrichten.

Um die Bedeutung von Social Media für jeden Einzelnen und für Namics und die Aktivitäten in diesen, ging es inhaltlich. Genauso wie um die Besonderheit, dass aus interner Kommunikation externe Kommunikation wird. Und umgekehrt.

Die Grundfunktionen der Tools; das zweite Lernziel. Welche sind das überhaupt? Bei Twitter zu wissen, wie man einen Tweet absetzt? Oder doch eher die Wirkweise des Tools? Z.B. wofür nutze ich Twitter. Bei ersterem Verständnis, hätten wir kaum Antworten geben. Gebe ich gerne zu. Aber, was hilft es zu wissen, wie ich twittere, wenn ich aber gar nicht weißt wofür. Zum Wirken der Tools haben wir hoffentlich verständlich gesprochen. Wenn auch nicht für jedes Tool im Detail. Gerne stehen wir aber hier für weitere Fragen zur Verfügung und natürlich zum Dialog, wie wir die nächste Einführung besser machen können!

Eine Stunde geht schnell um. Wir hoffen, erfolgreich Spuren hinterlassen zu haben. Dass viele Teilnehmer einfach mal das Experiment Social Media wagen und für sich (authentisch) einsetzen.

Edit:
Und zum Nachlesen/-schauen hier die Präsentation zum Frontal-Dialog.

Namics_socialmedia_bedeutung_intern-20100721-v.1.0.pdf

Unsere Blogs