Sonntag, 29.08.2010, 13:34 Uhr im Freibad von Pfungstadt. Ein eisiger Wind weht, dunkle Wolken ziehen auf. Elf hauptsächlich untrainierte Namics-Mitarbeiter aus Frankfurt streifen sich die T-Shirts ab und stehen nur noch in Badebuxe rum. Pure Erotik oder einfach nur ein erschreckender Anblick der einem auf Jahre jeglichen Fortpflanzungstrieb nimmt? Auflösung folgt.
Noch elf Minuten bis zum Start beim Firmen-Ultra-Triathlon in Pfungstadt 2010. Die elf Mann (wieder keine Frau dabei dieses Jahr, Schande!) starten jeweils zu einem Zehntel Ironman (380m Schwimmen, 18km Radeln, 4,2km Laufen), die Zeiten der zehn "Schnellsten" werden zur Gesamtzeit addiert. Zum dritten mal tritt Namics unter dem Teamnamen "Kämpfen.Beissen.Schwitzen.Namics" an. Der Name soll für die meisten schnell zum Programm werden.
Um 13.45 Uhr erfolgt der Startschuss im beheizten Wasser des Schwimmbades. Wieder schießt einem der Gedanke durch den Kopf, dass piwarm hoffentlich nicht von pee-warm kommt. Aber nur kurz, da sofort der Überlebenskampf beginnt. Die 88 Starter der Startgruppe verwandeln das Wasser in einen brodelnden Kessel, schnell schlagen einem die Hände, Ellbogen und Füße der Konkurrenz in's Gesicht. Boris "Torpedo" Bohn zeigt sich davon unbeeindruckt und schnellt schon nach 7:30 Minuten wieder an Land. Ein Teufelskerl! Andere fühlen sich im warmen Wasser dagegen wesentlich wohler und lassen sich für die acht Bahnen bis zu 14 Minuten Zeit.
Anschließend der Wechsel auf's Rad. Beim Anblick des intensiven Einsatzes von Handtüchern und neuen Klamotten drängt sich dem neutralen Beobachter das Gefühl auf, dass das Namics-Team an dieser Stelle einiges an Zeit verschenkt.
Auf der Radstrecke muss Boris Bohn bald erkennen, dass er mit seinem alten Schinken gegen die Hightech-Maschine von Stephan "Miep Miep" Nuber keine Chance hat. Der Jungspund setzt mit 36:30 Minuten die absolute Bestmarke in dieser Disziplin und sich selbst an die Spitze. Dahinter beginnt der Kampf mit dem eigenen Ich. Und der mit den Schmerzen in den hinteren Oberschenkeln. Und die Lunge fühlt sich auch so komisch an. Immerhin kann sich der Großteil des Namics-Haufens noch im niedrigen 40-Minuten-Bereich in die zweite Wechselzone retten.
Und noch immer sind alle elf Mann im Rennen. Can this be true? Teufelskerle!
Also nur noch 4,2km Laufen. Die Beine fühlen sich auf den ersten Metern an wie aus Gummi. Die restlichen Meter fühlen sie sich für die meisten Teilnehmer an wie aus Stein. Fragen über Fragen schießen einem durch den Kopf. "Warum mach ich das?", "Warum nur?", "Warum ich?", "Wie weit noch?", "Was, noch zwei Runden?", "War der Auswurf gerade rot?". Für die Beantwortung dieser und weiterer elementarer Überlegungen lassen sich die elf Sportskanonen noch mal 21 bis 31 Minuten Zeit. Teufelskerle!
Mit einer Gesamtzeit von ca. 13 Stunden und 12 Minuten belegt das Namics-Team am Ende einen grandiosen 62 Platz. Toll!
Die elf Wackeren Gesellen (in zufälliger Reihenfolge, jegliche Übereinstimmung mit der Reihenfolge im Ziel wäre rein zufälliger Natur) für Namics waren:
Stephan "Miep Miep" Nuber, Boris "Torpedo" Bohn, Robert "Schubrakete" Prech, Stephan "Speedy" Zülch, Markus "Kinderschwimmbrille" Wagner, Wolfgang "Windschatten" Hoffmann, Marc "Schoko" Suhre, Thomas "5 Bahnen" Leidecker, Achim "Ich krieg dich noch" Kretzschmar, Roland "Das Knie hält" Kastner und Eric "Hat der sich verlaufen?" Wiesenhütter (der an diesem Sonntag Nachmittag am längsten Sport getrieben hat, und somit der wahre Sieger ist).
Fazit: Wie jedes Jahr ein unglaublicher Spaß, bei dem es sich absolut lohnt mitzumachen. 2011 ist Namics bestimmt wieder dabei.
Ach so, der Erotikfaktor der Teilnehmer steht ja noch aus. Der wird an dieser Stelle natürlich nicht verraten, wer sich das anschauen/antuen will, muss beim nächsten mal als Aktiver oder Fan mitkommen.