Gestern Nacht bin ich in Austin angekommen, endlich, mit knapp 24 Stunden Verspätung. Das Flugzeug in Frankfurt hatte technische Probleme (wahrscheinlich war die Game-Konsole im Cockpit ausgefallen, und ohne geht es auf so langen Flügen eben nicht), weswegen die ganze Ladung, Gepäck und Essen in ein neues umgeladen werden mussten. Mit dem Ergebnis, dass ein ganzer Jumbo-Jet am Umsteigeort Washington zwei Stunden Verspätung hatte. So war ich dort gestrandet, und nach etlichen Umwegen hatte ich endlich mein Gepäck beisammen und konnte im (lufthansa-bezahlten) Hilton übernachten. Am nächsten Tag dann die bange Frage "Stand-By oder nicht" mit dem Mittagsflug. Es hat nicht geklappt, aber wenigstens konnte ich vormittags im Flughafen an meiner Präsentation arbeiten und entschloss mich, bis zum nächsten Flug am Abend die Zeit zu nutzen, Washington D.C. zu besuchen.
Die Fahrkartenautomaten sind wahnsinnig kompliziert. Zwar verfügen sie über Braille-Schrift und Audioausgabe, aber zunächst muss man auf einer Tabelle seinen Zielort und die Kosten ablesen, Berufsverkehr oder off-peak. Dann muss man ausgehend von $20 den Betrag mit zwei Schaltern manuell reduzieren auf den gewünschten Endbetrag. Der Usability-Horror. Glücklicherweise half mir eine freundliche Japanerin, die mir auch gleich ihre Landkarte schenkte, wodurch ich wenigstens zielgerichtet zwei Stunden im strömenden Regen herumlaufen konnte. ;)



In Austin nehme ich die nächsten Tage an einem Internet-Kongress teil, auf dem ich mit Gez Lemon von der Paciello-Group zusammen eine Core Conversation über "Accessible Rich Internet Applications" halte. Gestern Abend traf ich mich eben noch mit Gez und drei anderen Mitgliedern der Web Standards Project International Liaison Group (WaSP ILG). Ich war so froh, endlich keinen Flughafen mehr sehen zu müssen...



