Ein Blick hinter die Kulissen von Namics.
21 Nov

Devoxx 2009 - Java, Cloud, Kwak und Mayo

Auch dieses Jahr ist wieder eine Namics-Expedition von 6 Personen (David, Odilo, Robert, Roland, Sandro und Bernd) losgezogen, um an der Devoxx 2009, in Antwerpen, neues in der Java-Community zu entdecken und um die Belgische Kultur zu erkunden.

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Die Devoxx, die jedes Jahr im Metropolis (eines der grössten Kinos in Europa) in Antwerpen statt findet, konnte auch dieses Jahr die 2500 Devoxxianer aus über 100 verschiedenen Länder wieder überzeugen. Bekannte Namen wie Ivar Jacobson (einer der "three Amigos"), Robert C. Martin (uncle Bob), James Goslin (Vater von Java), Scott Ambler (der Agile Mythbuster), u.v.m. sprachen über ein breites Spektrum von Themen aus dem Java-Umfeld. Das Hot Topic dieses Jahres war ganz klar das Cloud Computing. Eigens für die Devoxx wurde die Applikation SwagSwap entwickelt und in den Cloud deployt.  Hier können Konferenz Goodies, auch bekannt als Swag, bewertet werden. Die grosse Überraschung war die Ankündigung von Closures Support in JDK 7, auf den viele Java-Entwickler schon lang gewartet haben. Weitere Themen waren die neue Java EE 6 Platform, OSGI, JavaFX, Spring Framework 3.0 und vieles anderes.

Trotz tagesfüllenden Vorträgen und anschliessendem Rahmenprogramm, ist doch noch Zeit geblieben, um ein Expeditionstagebuch zu führen. Hier wurde von den Expeditions-Teilnehmern das sogenannte Blogging in Pairs praktiziert, das zu sehr lesenswerten Blog-Posts führte:

Tag 1. Cloud Computing 
Tag 2: Intelligence mit Facetten Finden
Tag 3: Keynote und der agile Mythbuster
Tag 4: Methodology meets Technology
Tag 5: Effizienter Entwickeln

Wie schon gesagt, war das Ziel, nicht nur die Java-Community zu erforschen, sondern auch ein wenig Belgische Kultur zu schnuppern. Einzig und allein für diesen Zweck wurde ein Holländer in das Expeditions-Team aufgenommen, der der lokalen Sprache "Vlaams" (belgisch-niederländisch) mehr oder weniger mächtig war. Vor allem im Tarif-Jungle des Antwerpener öffentlichen Verkehrs (Voorverkoop, Lijnkaart, Jump-Biljet, Driedagenpas etc) hat sich das als sehr nützlich erwiesen. Obwohl er erst am Vierten Tag das günstige "Groepsbiljet" (für Gruppen  von 5-44 Personen)  entdeckte... Peinlich für das Sprachrohr der Gruppe, da bekannterweise die Holländer unter dem Motto "ons bent zuinig" (wir sind sparsam) leben.

Eines der Höhepunkte der Expedition war ohne Zweifel der Besuch in "Het Elfde Gebod". Der typische "Bruine Kroeg" (braune Kneipe) liegt im Schatten der "Onze-Lieve-Vrouwekathedraal" und ist dekoriert mit religiösen Kunstwerken, wie Fresken und Statuen. Das Restaurant bietet einfaches aber "lekkeres" Essen an und besitzt eine riesige Auswahl von Belgischen Biere. Zum Essen wurde ein Pauwel Kwak im offiziellen Glas getrunken. Zu Napoleons Zeiten war Pauwel Kwak Bierbrauer und Besitzer der Herberge "de Hoorn" in Dendermonde. Jeden Tag kamen Postkutschen vorbei für eine Pause. Aber damals dürften die Kutscher das Gespann nicht verlassen, um zusammen mit den Passagieren der Durst zu löschen. Der erfinderische Wirt liess ein spezielles Kwakglas blasen, das an der Kutsche aufgehängt wurde. So konnten die Kutscher ihr Kwakbier (8% Alkohol) "sicher" trinken, über Promillegrenzen in diese Zeit haben wir leider nichts in Erfahrung bringen können. Quelle: http://www.bestbelgianspecialbeers.be/main_nl.html

kwak.jpgNach einem ausführlichen Beratungsgespräch mit dem Kellner entschieden die Teilnehmer sich anschliessend für ein La Trappe Quadrupel zum Dessert. Das ist ein leicht süssliches, bernsteinfarbiges Trappistenbier, das in Eichenholzfässern reift. 
 
In Belgien darf das obligatorische "Patatje Met" (Belgische Pommes mit Mayonaise) selbstverständlich nicht ausgelassen werden.  Nur der Gedanke an Pommes mit Mayo  führte vor allem bei den Schweizer Expeditionsteilnehmer zu Phantomschmerz in der Magengegend. Die Lösung für dieses Problem war, die Mayonnaise mit Ketchup zu verdünnen, was zu einer leicht verdaulicheren Cocktail-Sauce führen sollte. Doch auch dies überzeugte unser jüngstes Expeditionsmitglied nicht, worauf dieser sich alternativ für "nur" Ketchup entschied.

Als Hafenstadt bietet Antwerpen neben typisch belgischen Restaurants auch eine Fülle von internationaler Gastronomie. Nach dem das Gehirn ausreichend mit Informationen versorgt war, wurde am Abend in Italienischen, Argentinischen und auch Libanesischen Restaurants gespiesen. Überraschend war die hoch optimierte Just-in-Time Anlieferung des Duvel Bier im Libanesischen Restaurant. Kaum war das Bier aus der umfangreiche Bierauswahl (Jupiter und Duvel) bestellt, wurde die Logistikkette gestartet: der Sohn des Besitzers wurde losgeschickt um Bier zu holen. Nach 10-15 Minuten kam die bestellte Ware dank effizientem Straight Through Processing auf unserem Tisch. Der libanesische Shoarma (Libanesischer Döner) kam mit vier Saucen (leider kein Mayonaise!) und hat sehr gut geschmeckt. Vor allem nachdem die Gruppe, ohne vorher zu essen, 158 lange Minuten den Weltuntergang im Film 2012 (gesponsert von JCP) mit erlebt hatte.

Die Expedition war ein voller Erfolg! Die Devoxx 2009 und auch die belgische Kultur bleiben den Teilnehmern der Expedition in guter Erinnerung. Mit neuer Energie kehren sie in den Projektalltag zurück, wo die neuen Erkenntnisse der Java Community in die Praxis einfliessen.


2 Kommentare

Dank dir Bernd für die unterhaltsame Zusammenfassung und die grossartige Expeditionsleitung ;-)

Möchte mich da Odilo anschliessen, würde sagen, Expedition erfolgreich!

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