…dann wird es schwierig.
Vom 9. – 10.12. war das Team Peter im namics.lab. Wir hatten uns das SJBZ in Einsiedeln als Standort gewählt.
In verschiedenen Teams wurde an insgesamt vier Themen gearbeitet.
Wir hatten uns vorgenommen, ein JIRA-Plugin zu implementieren. Der Anlass war folgender: JIRA bietet zusammen mit dem Greenhopper-Plugin bereits sehr gute Projektmanagement – Funktionalität. Man kann damit sehr einfach und schnell auch interessante Auswertungen machen, sofern man Plandaten (Geplante Kosten, Termine, Business Value, etc.) und auch Istdaten (Erfasste Stunden) hat.
Leider bietet JIRA keine Funktion, mit der man Istdaten (JIRA-Begriff “Worklog”) importieren kann.
Diesen Mangel wollten wir beheben.
Wir hatten zwei Herausforderungen: 1. Das Team setzt sich aus Consultants und dem BUM zusammen, und wenig bzw. sehr weit zurückliegende Programmiererfahrung. 2. Wir arbeiten normalerweise mit Microsoft-Technologien und für die Plugin-Entwicklung muss Java verwendet werden.
Dank der Unterstützung von unseren Java-Kollegen haben wir aber die notwendigen Hinweise zu Entwicklungsumgebung bekommen und mit Hilfe der Dokumentation bei Atlassian waren wir auch in der Lage, die Umgebung zu installieren und zu konfigurieren.
Bemerkenswert war für mich, dass wir dabei die meiste Zeit mit Warten verbracht haben: Warten auf Downloads, Warten auf Installation, Warten auf Konfiguration,… (“Have a cup of coffee”,….”Have some more coffee. If you are a technical writer, it’s OK to have a hot chocolate instead”… Zitate Atlassian).
Pascal war der schnellste, aber er hatte mit den ganzen Aktivitäten schon viel früher begonnen.
Vor dem Mittag hatten wir dann alle die Umgebung programmierbereit.
Weiter ging’s dann mit dem Step 4 “Write some code”. Bevor wir uns an eigenen Code wagten, wollten wir zuerst mit Beispiel-Applikationen ausprobieren, ob das Build und Run mit unseren Umgebungen auch funktioniert.
Nach einigem Probieren und viel Doku lesen waren wir dann soweit. Ich musste nochmals eine Umgebungsvariable setzen und dann lief’s. Hier mein erstes via SOAP-Client generiertes Issue bei Atlassian!
Nun soll auch meine lokale JIRA-Installation generierte Issues bekommen. Die Konfiguration dieser Instanz musste zuerst noch angepasst werden. Das hat dann nach mehreren Anläufen auch geklappt. Dann noch die BaseURL ändern, et voilà!
Danach mussten wir nur noch das ganze von Issues auf Worklogs umprogrammieren, was dank unserem Programmier-Vorwissen relativ einfach war. Ab jetzt kann ich über einen “JAVA-Client” Issues und Worklogs in meinem JIRA eintragen.
Am nächsten Tag wollten wir das ganze in unser bereits erstelltes JIRA-Plugin übertragen. Bei Samuel hat’s geklappt, bei mir war etwas an der IDE-Konfiguration falsch und auch nach mehreren Versuchen kamen ich nicht weiter.
Ab hier hätte ich jemanden mit Know-how und Erfahrung gebraucht. Samuel hat es in seiner Umgebung geschafft, ein Plugin zu entwickeln.
Mit den zwei verbleibenden Entwicklungs-Umgebungen von Samuel und Pascal machten wir dann weiter und versuchten wir das ganze als Plugin, auch innerhalb JIRA mit einem GUI zu implementieren. Doch auch da gab es Probleme, denn die Beispiele in der Doku funktionierten nicht (Bug). Dazu gab es noch eine für Pascal neue Technologie (Apache Velocity) kennenzulernen was dann zusammen mit eingerosteten Programmierkenntnissen einfach zu viel Zeit brauchte.
Unser Fazit: Programmieren macht (immer noch) Spass und ist eine kreative und spannende Tätigkeit. Wir sind als Neulinge ziemlich weit gekommen, dank dem dass wir die Dokumentation gelesen haben, die Instruktionen genau befolgt haben und alle schon mal in irgendeiner Form oder in “grauer Vorzeit” Software entwickelt haben.
Letztlich fehlte es mir aber am Know-how und der Erfahrung, um im Problemfall (Know-how = Wissen wie!) weiterzukommen.
Die angenehme und ruhige Atmosphäre im SJBZ war die ideale Umgebung für diese Tätigkeit und ich verstehe einmal mehr, wieso die SW-Entwickler eine solche Umgebung brauchen, um wirklich produktiv zu sein.
Ausserdem verstehe ich jetzt auch, wieso einige meiner Java-Entwickler-Kollegen so grosse Kaffeetassen auf dem Pult stehen haben: Sie müssen viel warten!