Ein Blick hinter die Kulissen von Namics.
29 Apr

Wie läuft ein typischer Namics-Tag ab? „Den gibt es nicht"

verfasst von Michael Heinemann

Diese und ähnliche Fragen habe ich mir im Vorfeld des vergangenen Studentsdays überlegt, um mich natürlich ganz seriös auf den Anlass vorzubereiten. Schnell einmal wurde mir jedoch klar, dass dieses Denken in der kreativ und innovativ wirkenden Firma völlig fehl am Platz ist. Es sei mir verziehen, ich habe gerade sechs Hochschuljahre hinter mir. Es sei mir auch verziehen, dass dieser Eintrag wohl nicht den Konformitäten eines kurzen und knappen Blogeintrags entsprechen wird und viel zu lange ausfällt. Aber manchmal macht es auch Spass etwas aus der Reihe zu tanzen.
Zurück zum Thema: Nach dem äusserst netten Empfang im vierten Stock des alten Textilgebäudes konnten wir uns mit Gipfeli, Kaffee und Orangensaft auf die kommenden Stunden vorbereiten. Einige Gesichter waren mir schon bekannt und so ging es auch nicht lange bis die Gespräche zwischen Namicslern und Studierenden zu sprudeln begannen. „Irgendwie gar kein typischer aber dennoch frischer und unkomplizierter Auftakt für einen solchen Event" dachte ich mir und schlang den zweiten Gipfel herunter, bevor wir uns alle in den aus „Sicherheitsgründen" videoüberwachten Meetingraum begaben. Roland war so nett und klärte uns auf, dass wir während dem Betreten des Raumes alle unsere Persönlichkeitsrechte an Namics und das Internet abtraten und alle Tätigkeiten in diesem Raum per Stream ins Internet gesendet werden. „Irgendwie interessant, denn normalerweise versucht ein Unternehmen doch möglichst viel zu schützten". Spätestens hier war jedem klar, dass Namics eine etwas andere Philosophie pflegt. Und das liegt nicht nur am Töggelichaschtä.

Visitenkarte.jpg

Der anschliessende Roundtable mit vielen Namcis-Vertretern und leider nur einer Vertreterin war dann auch sehr informativ und amüsant zugleich. Es schien mir, dass die Leute inkl. uns Gäste alle auf der gleichen Ebene sprachen, obwohl doch einige dieser Personen auf der anderen Seite „mächtige" Positionen inne haben. Ein weiteres Indiz dafür, wie Mann und Frau bei Namics tickt. Irgendwie schien es, dass alles ein bisschen inszeniert war. Die Namics-Leute sind ja schlau und sprachen sich sicherlich vor dem Event ab, wer was sagt. Es herrschte eine Harmonie und ein Miteinander, wie man es sonst nur in kitschigen Hollywoodfilmen findet. Natürlich wurde dann auch die kritische Frage gestellt, ob wir uns das Zusammenarbeiten immer so friedlich vorstellen dürfen. Ich war froh als uns dies die eingefleischten Namicsler wiederlegten. „Es herrsche hald eine gute Kultur" war eine der Aussagen, die während dem gesamten Tag zu Sprache kamen und keineswegs aufgesetzt wirkten.

Foto Roland.jpg

Ein für mich wichtiger Punkt, den Damian in seiner Präsentation ansprach war der, dass man bei Namics einige Freiheiten für individuelle und eigene Projekte und Themen hat. Auf der anderen Seite muss man aber auch sehr schnell lernen, Verantwortung im Team zu übernehmen. Dies war bei Damian mit seiner Präsentation in der ersten Woche sicher ein sehr ausgeprägtes Beispiel. Ich kann mir aber nicht vorstellen, dass dies der Normalfall ist. Aber eben, was ist bei Namics schon normal....?

Normal, wenn ich das mal so nach Aussage von Roland bezeichnen kann ist, dass man als Namicsler viel im Zug sitzt und ab und zu auch eigene Unternehmenskollegen und vielleicht auch mal eine Kollegin trifft. Wir kamen während der Zugfahrt von San Gallä nach Züri in den Genuss uns wieder mit Flüssig- und Trockennahrung zu stärken und unsere Namics-Begleiter mit Fragen zu löchern. Ich war froh, dass dies andere erledigten und ich mich so in Ruhe meinen Sandwiches und dem feinen Kägifret widmen konnte. In Zürich angekommen ist das Namics-Office nur ein Katzensprung vom Bahnhof entfernt. Dort angelangt, wurden wir weiter in die kreativen Bereiche eingeweiht. Ursel übernahm diese Aufgabe und war sehr enthusiastisch bei der Sache. Sie konnte zumindest mich für die schönen Skizzen und Zeichnungen begeistern. Schön zu sehen war dadurch auch, dass man bei Namics mit ganz unterschiedlichen Arten von Menschen zu tun hat und es einem so eigentlich nie langweilig werden sollte. Plötzlich tauchte dann auch noch Jürg auf und wir hatten die Möglichkeit den „Namics-Chef" während der fast schon obligaten Koffeinpause mit Fragen zu bombardieren.

IMG_0210.JPG

Etwas Bauchweh bereitete mir dann die Tatsache, dass wir noch eine Fallstudie zu bearbeiten haben. Natürlich fragte ich mich, inwiefern wir uns nun präsentieren müssen und was dies für Konsequenzen hat. Es blieb aber keine Zeit sich weiter Gedanken zu solchen Themen zu machen, denn es galt eine Präsentation in einem Team zu einer typischen Aufgabe aus dem Umfeld von Namics zu erstellen. Roland war natürlich so gfizt und stellte die Teams willkürlich zusammen, sodass man sich nicht auf seinen Kollegen oder seine Kollegin und deren Präsentations-Fähigkeiten verlassen konnte. Irgendwie war es dann eine doch recht gute und auch wichtige Erfahrung zu sehen, wie man als Namics-Mitarbeiter vor einem Kunden steht und dessen Fragen zu beantworten hat. Natürlich war mir bei der Beantwortung der Fragen nicht ganz wohl, da ich ja nicht so viel Hintergrundwissen hatte. Den Namics-Zuschauern, die sich als Kunden ausgaben, machte es aber sichtlich Spass uns mit realistischen und meist sehr kritischen Fragen an den Rand der Verzweiflung zu bringen. Vor allem Thomas gelang es mehrmals den Schweiss aus den Poren und die Münder zum Austrocknen zu bringen. „Zum Glück ist Thomas auf Namics'-Seite" meinte Roland als Abschluss der Präsentationen und er hat ja so recht....

Für die vorherigen Strapazen wurden wir dann mit einem sehr leckeren Apéro und weiteren Gesprächen mit Namics-Zürich-Vertretern belohnt. Einige begleiteten uns auch noch an das anschliessende Abendessen beim nahegelegenen Italiener, bei dem es übrigens keine Pizza auf der Speisekarte gibt. Passt irgendwie auch ins Bild, dass an diesem Tag nichts so war, wie man es gewohnt war. Zu diesem Zeitpunkt war mir klar, dass die zu Beginn angesprochene Namics-Kultur wirklich gelebt wird und nicht einfach nur so aus den Mündern kommt. Dies war für mich neben den vielseitigen und abwechslungsreichen Tätigkeitsgebieten, in denen sich Namics aufhält, das wichtigste. Der Studentsday hat mir persönlich einen weiteren Einblick in das Namics-Leben gegeben und mir meine (durchaus positive) Meinung, die ich über Namics hatte, weiter gestärkt. Auf jeden Fall möchte ich allen Beteiligten nochmals Danken, die diesen Tag ermöglicht und sich für uns Zeit genommen haben.

OntheWay.jpg

6 Kommentare

Danke Michael! ;-)

Bitte Roman :-))

@Michael Heinemann
Ein wirklich toller Blog-Beitrag! Du beschreibst Namics wie sie leibt und lebt!

Danke.
Vielen Dank für den unterhaltsamen und lesenswerten Beitrag - und die durchaus positive Bewertung unserer Hollywood Qualitäten :-). Auch für uns ist es nicht immer einfach den strengen Massstäben von Roland „Scorsese“ gerecht zu werden. Wir freuen uns auf talentierte Nachwuchs-„Schauspieler“, die die Rolle Ihres Lebens spielen wollen.

Hallo Michael. Perfekt! Ich war während den letzten zwei Tagen an einer Bewerbermesse in Berlin und wurde dort mehrfach nach dem Ablauf eines normalen Arbeitstages gefragt. Und irgendwie wollte mir keine gute Antwort einfallen...

Nach Deinem Post ist mir nun alles klar ;-) Leider hatte ich den Link nicht zur Verteilung, aber die Interessenten lesen ja hoffentlich unsere Blogs.

Merci!

Hallo zusammen

Freut mich, dass euch mein Eintrag gefallen hat. Ich war am Freitag noch an der Teufenerstrasse und hätte Autogrammkarten verteilen können ;-). Nein, Spass beiseite. Ich hoffe, dass sich einige Bewerber bewusst auf euren Blog verirren und so noch eine weitere Facette von Namics wahrnehmen.

Jetzt kommentieren

Unsere Blogs