Namics Frankfurt. Jetzt auch atmungsaktiv!

Jahr für Jahr findet in Frankfurt der größte Lauf der Welt statt. Oder gar der ganzen Galaxie. Knapp 70.000 Läufer versuchen die 5,6km lange Strecke quer durch die Stadt zu absolvieren. Jedes Jahr ist auch Namics mit einer Horde Unerschrockener dabei. Bislang haben wir den anderen noch eine Chance gelassen und sind in Baumwoll-Hemden gestartet. Doch dieses Jahr war damit Schluß. Die oberste Marketingführung hat für atmungsaktive, klimaregulierende, schneller machende Leibchen gesorgt. Natürlich wie immer mit einer neckischen Wortmarke bedruckt. Das hat für eine knapp 8-prozentige Leistungssteigerung bei den Läufern gesorgt. Und für Eindruck unter der Konkurrenz. Bzw. den freundlichen Menschen der anderen Firmen, denn beim JP Morgan geht es ja um Team-Geist, Kommunikation, Kollegialität, Fairness und Gesundheit. Offiziell.

Doch der Reihe nach.
18.00 Uhr: Die Namics-Läufer(innen) treffen sich aus allen drei Flügeln kommend in ihren granatenstarken Laufshirts in der Cafeteria. Die körpereigenen Energietanks werden mit Traubenzucker, knallbunten isotonischen Getränken und der guten alten Banane gefüllt. Vielen Dank an Versorgungsgöttin Gua. Die Adrenalinspiegel schwillen an, die ersten Hufe scharren.

18.15 Uhr: Mannschaftsfoto. Manche Frisuren sitzen besser als andere, aber die unglaublichen Shirts überstrahlen alle körperlichen Mängel.


18:20 Uhr: Abmarsch zum Start. An jeder Straßenecke muss jemand anderes eine Aufwärmübung vormachen. So war zumindestens der Plan, der dann leider doch nicht in die Tat umgesetzt wurde. Nächstes Jahr…

18:50 Uhr: Ankunft im Startbereich. Alle Läufer sind heiß. Luftballons fliegen durch die Luft. Fröhliche Musik ertönt aus den Boxen. Man steht dicht gedrängt und kommt den Kollegen näher.

19:30 Uhr: Katharina Witt, die alte Kringeldreherin, gibt den Startschuß. Ganz vorne setzen sich die ersten in Bewegung. Bei uns bewegt sich noch nichts.

19:35 Uhr: Bei Kati Witt und Startschuss kommt der Gedanke auf, ob man daraus ein alternatives Biathlon machen kann. Mal im Hinterkopf behalten.

19:43 Uhr: Wir dürfen auch anfangen, uns gaaaanz langsam in Richtung Startlinie zu bewegen.

19:50 Uhr: Unsere Art sich fortzubewegen kann vom Tempo inzwischen fast als normales Gehen bezeichnet werden. Der Geruch der Startlinie kommt näher. Das Adrenalin spritzt aus allen Poren.

19:53 Uhr: Namics überquert die Startlinie. Funken sprühen unter den Füßen. Trotzdem bleibt Zeit, um der Ehrentribüne den nötigen Respekt zu zollen. Einmal fröhlich rüberwinken.

19:54 Uhr: Die ersten Wanderer auf der Strecke. Links vorbei? Oder doch besser rechts?

19:57 Uhr: Die ersten von hinten kommenden Läufer mit überbordenden Ambitionen interpretieren das “Kommunikation” aus dem Lauf-Motto ganz eigenwillig: “Platz da!”, “Das ist ein Lauf, keine Wanderung!”

Grundsätzlich verläuft das Ganze wieder wie meistens. Gutes Wetter, man sucht sich so seinen Weg durch die Massen, erfreut sich an den begeisterten Massen am Straßenrand, erfreut sich an den Cheerleading-Gruppen am Straßenrand, saugt die Stimmung auf, ignoriert die Seitenstiche. Bis er kommt. Der weltbeste Fanblock der Läuferszene. Die Namics-Ultras! Die sich in meinem Wortschatz befindlichen Wörter spotten alle nur dem Erlebnis daran vorbeizulaufen. Muss man einfach selber mal erlebt haben.

20:20 Uhr: Die ersten Namicsler überqueren die Ziellinie und reihen sich schnellstmöglich beim Fanblock ein. Da gibt’s ja auch Getränke. Fantastische Rundumversorgung (Riesendank an alle die da mitgetragen haben) durch Fanblock-Organisationsqueen Doreen. Die übrigens Gerüchten zufolge im nächsten Jahr vom Fanblock auf die Asphaltstrecke wechseln will.

20:30 Uhr: Die Namicsler, die sich mehr Zeit genommen haben um die Atmosphäre unterwegs aufzusaugen, kommen ins Ziel. Alle gesund, alle gut gelaunt, fast alle verschwitzt. Manche mit erfüllten Kindheitsträumen. Perfekt.

21:10 Uhr: Zurück im Büro. Eine Batterie Pizzen wartet auf Läufer und Fanblock. Und Getränke, teilweise sogar alkoholisch. Und der Rest von Spananien – Irland.

22:30 Uhr: Übermannt von vollen Mägen, einem charmanten Alkoholpegel und ihrem ermüdeten Körper schlafen die tapferen Läufer ein. Und träumen von dem tollen Tag der hinter ihnen liegt.

In diesem Sinne: Schön war’s, vielen Dank an alle Helfer und Mitläufer, bis zum nächsten Jahr!

 

2 Gedanken zu “Namics Frankfurt. Jetzt auch atmungsaktiv!

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