Jau, und dann war da schon wieder der mittigste Mittwoch des Junis, traditionell der Tag des JP Morgan Laufs in Frankfurt. 5,6 km kreuz und quer durch die Stadt unter dem Motto “Team-Geist, Kommunikation, Kollegialität, Fairness und Gesundheit”. Da die Organisatoren weiterhin freundlicherweise auf “Fitness” im Motto verzichten, war unter den knapp 70.000 Läufern am Start natürlich auch wieder ein tapferes Grüppchen extrem durchtrainierter, adonisgleicher (bzw. adonettengleicher) Namicsler(innen).
Den Auftakt zum Lauf machte wieder die übliche Vorbereitung. Austeilen, bestaunen und anziehen der niegelnagelneuen Wettkampf-Shirts. Die unfreiwillige Bauchmuskelakkupunktur (nächstes mal nehm ich echt nicht mehr die Nadeln für die Startnummerbefestigung). Aufpumpen mit Brennstoffreserven mit der von Verpflegungsgöttin Gua bereitgestellten Sportlernahrung. Und natürlich das obligatorische Gruppenfoto kurz vorm Abmarsch (danach sind Fotos nicht mehr angebracht, da die körperlichen Belastungen doch entstellende Wirkung haben).
Erste Belastungsprobe danach: Marsch zum Startpunkt in der Frankfurter Innenstadt. Noch zeigten sich keine großen Verschleißerscheinungn. Zweite Belastungsprobe: eine Stunde warten auf den Start. Auch hier hat sich die dem Namics-Mitarbeiter eigene robuste körperliche Konstitution bewährt. Während bei anderen Firmen an dieser Stelle schon Leute umkippten, was zu wildem Hin- und Hergelaufe von Polizei und Sanitätern führte, standen wir wie eine Eins. Da hat sich das ausgiebige Stehtraining am Kicker ausgezahlt.
Um 19:30 ging’s dann los, irgendwo weit vorne fiel der Startschuß und das Feld ging ab wie Schmitz’ Katze. Also, die Spitze des Feldes ging so ab, wir waren erst nach 22 Minuten an der Startlinie angekommen. Unter dem frenetischen Jubel der Zuschauer und frei nach dem Motto meiner Oma “Auf Los geht’s los, kein Mensch kann’s halten” ließen wir es mal ordentlich laufen.
Die Herausforderungen unterwegs waren wie immer manigfaltig. Die Wanderer untern den Läufern vor einem. Die Läufer hinter einem die das oben genannte Lauf-Motto verwechselt haben mit “Ick wull di wat mit Team-Geist, Kommunikation, Kollegialität, Fairness und Gesundheit”. Die optisch durchaus gelungenen Cheerleader-Formationen am Straßenrand. Das Trinken aus Becher beim Laufen ohne zu Ersticken. Und natürlich die Strecke an sich. Als äußerst hilfreich hat sich hier die enorme Anfeuerung der Unmengen an Zuschauern erwiesen, aus denen sich nochmals die besonders lautstarke Namics-Fankurve kurz vor’m Ziel hervorhob. Was die Mädels und Jungs unter dem Namics-Banner da am Straßenrand für Stimmung verbreitet haben, man muss es wohl als frenetischen Fanatismus gepaart mit südländischer Begeisterungsfähigkeit bezeichnen.
Kurz danach gab’s dann auch schon den Zieleinlauf. Wer zuviel Zeit hat kann gerne mal versuchen uns zu finden, im folgenden Video so ca. zwischen Minute 52 und 60 kommen wir in’s Ziel gestolp, äh, gestürmt: http://www.jpmorgancc-fotofinish.com/
Großes Lob an dieser Stelle natürlich wieder an Doreen für die Top-Organisation der Fan-Unterstützung und des After-Run-Sit-Ins in der Sportsbar, wo wir noch ein paar durch den Wolf gedrehte Kühe und diverse isotonische Getränke zu uns nehmen konnten. Mal wieder ein sehr gelungener Ausklang eines sehr gelungenen Tages.
Unsere Gruppe, die Fantastischen 15, bestanden dieses Jahr aus
Steffen Kopmeier (Gruppenbester bei den kurzfristig freiwillig Mitgelaufenen),
Benjamin Schmidt (Gruppenbester bei den kurzfristig Zwangsrekrutierten),
Birgit Langer (Gruppenbeste bei den Läuferinnen die mit Svenja gelaufen sind),
Svenja Wagner (Gruppenbeste bei den Läuferinnen die mit Birgit gelaufen sind),
Heike Rehm (Gruppenbeste bei den Frauen mit unmenschlichem Muskelkater),
Katja Weidner (Gruppenbeste bei den Frauen ohne unmenschlichem Muskelkater),
Markus Kolb (Gruppenbester bei den Norddeutschen),
Roland Kastner (Gruppenbester bei den OFC-Fans),
Thomas Leidecker (Gruppenbester der grandiosen Vierergruppe),
Manuel Drieschmanns (Gruppenbester bei den Rückwärtsläufern),
Christian Eckert (Gruppenbester bei den in der Vorwoche noch krankgewesenen),
Peter Hasenkamp (Gruppenbester bei den Läufern mit ultraweiten Basketball-Shorts),
Markus Wagner (Gruppenbester bei den Jungsenioren und den besten BUMs der Welt (meine Art der Vorbereitung auf’s Mitarbeitergespräch)),
Kai-Uwe Götzelt (Gruppenbester bei den Männern mit Mütze),
und mir.
Und damit zurück in die angeschlossenen Funkhäuser.