Zugegeben, der Titel tönt eher nach einem Besuch in einem botanischen Garten als nach dem traditionellen Namics Lab. Tatsächlich gab es nebst der wunderschönen Umgebung noch so einige andere Analogien…. Doch dazu später.
Unser Team (Maya Feurer, Peter Straub, Andreas Gerig, Damiano Casella, Celina Schröder) hat es sich während den zwei Tagen am Rorschacherberg zum Ziel gesetzt Massnahmen zu evaluieren, die den Prozess der Ideenfindung im Projektalltag erleichtern. Dazu wurden verschiedene Innovationstechniken getestet, um herauszufinden, welche Methode am zielführendsten ist. Die Aufgabe war es übliche Problemstellungen rund um das Thema Intranet zu definieren, zu analysieren und innovative Lösungsansätze zu finden. Methoden, die uns dabei unterstützen sollten waren das Assoziogramm, die Methode 635, das Ishikawa-Diagramm, die morphologische Analyse und die Synektik.
Eröffnet haben wir den Workshop mit dem altbekannten Assoziogramm (oder auch: „Mind-Map”). Die Methode ist simpel hilft jedoch beim Einstieg in den Workshop. Anschliessend widmeten wir uns der Problemdefinition und -analyse. Dazu diente uns die Methode 635. Bei dieser Brainwriting-Technik geht es darum Ideen zu produzieren, diese von den anderen Teammitgliedern aufzugreifen, zu ergänzen und weiterzuentwickeln. Anschliessend nutzten wir das Ishikawa-Diagramm, um die Ursachen der Probleme weiter zu ergründen. Konkrete Lösungsansätze konnten wir schlussendlich dank der Synektik erarbeiten. Anhand der Synektik werden Problemstellungen durch die Bildung von Analogien verfremdet. Die morphologische Analyse haben wir bei der Problemanalyse weggelassen, da wir uns von einer weiteren Aufschlüsselung des Problems keine neun Lösungen erhofften.
Die Schwierigkeit neue innovative Lösungen generieren zu können, war dann auch das grundlegende Problem der getesteten Innovationstechniken. Bei sämtlichen Methoden liegt der Schwerpunkt auf der Analyse der Problemstellung. Dieses Vorgehen ist zwar durchaus sinnvoll, es bietet allerdings keine Hilfestellung wenn es um das Ziehen von Rückschlüssen geht. Sprich, wenn der Übergang von den definierten Problemen zu konkreten Lösungsansätzen ansteht. Die Schwierigkeit liegt demnach vor allem darin die Vielzahl von Merkmalen und Ausprägungen von Problem zu konsolidieren, zu priorisieren und Lösungen zu finden, die über einen kleinen Teilbereich des Problems hinausgehen. Die Synektik war diejenige Methode, die uns beim Prozess der Problemformulierung und Lösungsfinden noch am besten unterstützen vermochte. Die Bildung von Analogien bringt vielseitige Facetten eines Problems hervor und gibt demnach wertvollen Input für mögliche Lösungsansätze. So entstanden dann auch die Begriffe „Blume”, „Rabe” und „Kaktus” – als Analogie von (mangelnder) Wertschätzung, (mangelndem) Interesse und Berührungsangst. Alles Ausdrücke, die das Problem der mangelnden Kontribution der Nutzer umschreiben.
Trotz fehlender methodischer Unterstützung sind schlussendlich interessante neue Ideen entstanden. Dies vor allem im Bereich des Talentmanagements und der Förderung der Kontribution der Mitarbeitenden. Das einzige was uns nun fehlt ist ein Kunde, der bereit ist im Intranet einen Schritt weiter zu gehen :-)