celum summit 2012 – so hätte Sissi ihre digitalen Assets verwaltet

In der majestätischen Umgebung des Schloss Schönbrunn in Wien führte celum Ende April ihren vierten celum summit durch. Ich durfte die Gelegenheit nutzen, mich über die aktuellen und zukünftigen Trends im Digital Asset Management zu informieren. Höhepunkt der Woche war die Vorstellung der neuen Versionen celum SYNERGY und IMAGINE 5.2.

Gloriette im Schlosspark Schönbrunn

Gloriette im Schlosspark Schönbrunn

Der erste Tag umfasste die eigentliche Konferenz. Schwerpunkt war die Vorstellung des neuen Produkts SYNERGY in der Version 5.2. celum SYNERGY ist ein Enterprise Digital Asset Management System,  das es ermöglicht, Millionen von Bildern, Videos, Dokumenten und anderen digitalen Medien zu verwalten. Eine flexible Metadatenverwaltung erlaubt es, die Assets umfassend zu strukturieren, zu beschreiben und vor allem auch wieder zu finden. Auch celum IMAGINE wurde in der Version 5.2 vorgestellt und basiert nun auf der gleichen Basis wie SYNERGY.

In Vorträgen wurden verschiedene Szenarios vorgestellt, wie celum Produkte bei Kunden eingesetzt werden. Als Beispiel picke ich die Vorträge von Sto AG und vom Kings College in London heraus. Die Sto AG  integriert celum mit der Web-To-Print Lösung one2edit sowie der Übersetzungsmanagement Lösung across®, um ihre Druck- und Übersetzungsbedürfnisse zu optimieren. Das Kings College London nutzt celum, um Resultate der Forschung zu speichern und wieder abrufbar zu machen. Insgesamt konnte ich viele interessante neue Aspekte zu den celum Produkten kennen lernen und auch Kontakte zu anderen celum DAM-Nutzern knüpfen.

Die Konferenz gab einen groben Einblick in die neue Version von celum SYNERGY, die folgenden drei Tagen dienten dazu, SYNERGY in seinem vollen Umfang in einem Training kennen zu lernen. Für das Training gesellten sich noch drei Hamburger Kollegen dazu, Björn Karau, Bülent Ulas und Dirk Jablonski. Von der Installation von celum Synergy, über die Definition von Metadaten und Konversionsprozessen, bis zum Projektmanagement von Enterprise Digital Asset Management Projekten, wurden wir von den celum Spezialisten in die Tiefen von celum SYNERGY geführt.

Wiederum war Wien eine Reise wert, die Location im Schloss Schönbrunn ist einmalig, ein Spaziergang im Schlosspark Schönbrunn auf den Spuren von Sissi ist unbedingt zu empfehlen. Der Besuch des Summit hat gezeigt, dass die neue celum Version viele neue nützliche Features bietet, die wir hoffentlich bald in einem Projekt bei einem Kunden umsetzen dürfen.

Nachlese zur Internet World 2012

Am 27. und 28. März fand die 16. Internet World in München statt, die sich unter dem Motto „Die Zukunft des E-Commerce“ erstmalig als reines E-Commerce-Event präsentierte. Der parallel zur Messe laufende Kongress beschäftigte sich dabei mit einem breiten Themenspektrum aus Multichannel, Mobile Commerce, Emotional Shopping, Social Commerce & Social Shopping sowie Customer Experience Management, Conversion Optimierung über Logistik & Prozessmanagement bis zu Recht.

Aus dem Spektrum haben sich dabei vor allem die Keynote von Sucharita Mulpuru (Forrester Research) sowie die Tracks und Beiträge zu Multichannel, Mobile Commerce und Emotional Shopping abgehoben. In diesen spiegelten sich zum einen praktischen Erfahrungen der Referenten wider, wie

  • Mut zum Pilotieren und Experimentieren bei Mobile- und Multichannel-Lösungen zu zeigen, aufgrund der bisher geringen Erfahrungen,
  • zuerst kleinere, aber ausgereifte Lösungen auszurollen (Keep it simple & Make sure it works), da mobile Kunden noch anspruchsvoller sind und die Nutzung kontextbezogen erfolgt,
  • die Notwendigkeit, in allen Kanälen relevante und konsistente Inhalte anzubieten,
  • agil bei der Entwicklung vorzugehen und umfangreich, z.B. in Use-Labs, zu testen,
  • schrittweise Lösungen auszubauen und weitere Kanäle zu verknüpfen,
  • Multichannel Management auch in der Organisation zu fassen und das Lead-Management zu regeln,

und sie zeigten zum anderen aktuelle Entwicklungen auf, wie

  • die Reduzierung von stationären Ladenflächen in teuren Lagen zu Gunsten von „Präsentations-Shops“ mit reduziertem Sortiment und Lager für den Online-Shop,
  • durch eine „emotionale Shopping-Strategie“ Kaufunsicherheiten zu beseitigen, den stationären Handel herauszufordern und sich zu differenzieren, z.B. mithilfe von Augmented Reality und Live-Video-Chats mit Produktpräsentation und Beratung,
  • Convience-Points der Kanäle gezielt auszuspielen, z.B. durch aktives Anbieten von Produkt- und Preisvergleichen über mobile Endgeräte im stationären Handel.

Auch auf der Internet World zeigte sich, dass Multichannel, Mobile Commerce und Bewegtbild immer noch zu den spannendsten Themen mit großem Diskussions-, Entwicklungspotenzial und viel Bewegung im Bereich Commerce gehören.

UX London 2012 – 3 geballte Tage Keynotes und Vorträge rund um User Experience

Eine internationale Schar von User Experience Enthusiasten hat sich letzte Woche anlässlich der UX London getroffen. Der erste Tag bestand aus Keynotes diverser “UX Gurus” wie Jared Spool, Bill Buxton oder Jon Kolko.

Zusätzlich gabs Erfahrungsberichte aus zahlreichen Projekten: Leif Roy hat uns beispielsweise vom Skycouch Projekt erzählt, in welchem für Usabilitytests der Sitzplatz-Protoypen sogar Langzeit-Flüge (!) simuliert werden mussten.

Der zweite und dritte Tag bestand aus halbtägigen Workshops zu allen möglichen Themen: Lean UX, Content Strategy, Mobile Input, UX Team of One uvam. In den Pausen wurde viel diskutiert und Erfahrungen ausgetauscht: So konnte ich mit Leuten aus Norwegen, Schweden, Australien, UK, Deutschland, Finnland und auch den USA über ihre UX Jobs sprechen – äusserst spannend und inspirierend!

KickOff. April 2012. Zürich. Namics.

Gleich nach meiner ersten, osterbedingt kurzen Arbeitswoche geht es zur ersten Schulung nach Zürich. “KickOff. Namics.” soll einen ersten Einblick in die Firma geben und den Umgang mit den wichtigsten Tools vermitteln, damit wir “Neuen” gleich produktiv sein können und wissen, an wen wir uns wenden können, wenn wir mal nicht weiterkommen und auch die Kollegen in der eigenen Niederlassung nicht weiterhelfen können.

Nach der streckenmässig längsten, aber zeitmässig effektiv kürzesten Anreise für Nicht-Züricher aus Hamburg bin ich überrascht, als nach und nach immer mehr Leute eintrudeln. Letztendlich sind 15(!) neue Namics-Mitarbeiter versammelt (nachdem die Deutsche Bahn endlich auch mit den Münchner Kollegen Mitleid hat). Diese hohe Zahl überrascht auch alle Vortragenden später, ausser natürlich Carmen von HR.

An ersten Tag steht die Vorstellung von HR und IT-Services sowie eine Einführung in die Notes Office-Tools und Social Media bei Namics an. Für diejenigen, die sich in den ersten Tagen bereits ausführlich in Intranet umgeschaut haben, ist vieles von den Inhalten bereits bekannt – ich habe mich bei den Vorträgen von HR, ITS und Social Media aber trotzdem nicht gelangweilt, weil die Vortragenden einerseits sehr angenehm locker und offen sind, und andererseits ein paar “Sahnestückchen” an Tipps und Informationen rüberbringen, die man so nicht im Know.Namics (unserem Intranet) findet. Einzig der Notes-Vortrag war für mich persönlich etwas lang, aber ich bin da (leider) auch vorbelastet gewesen.

Weil wir alle so brav zuhören, und auch viele schon viel vorweg gelesen haben, gibt es wenige Fragen, und das Programm ist mehr als eine Stunde vor dem geplanten Ende durch. Es bleibt also reichlich Zeit für die Auswärtigen, um sich Zürich anzuschauen. Die Wettervorhersage war eher bescheiden, aber wie man sieht war es doch gar nicht so schlimm ;-). Schade ist natürlich, dass wirklich nur die Auswärtigen mit Hotelunterbringung zusammen losgehen. So waren bei unserer Tour gestern nur die drei deutschen Standorte vertreten. Ich hätte auch gerne die Schweizer Kollegen besser kennengelernt, als das in den kurzen Pausen möglich war.

Am zweiten Tag geht es dann früh los, und auf dem Programm steht diesmal eine Kurzvorstellung des Backoffice-Teams und Einführungen in das Intranet (Know.Namics.), Projectile und JIRA. Und auch heute wieder  gefallen mir die Referenten besser als ein Grossteil der Inhalte. Nicht, dass diese schlecht wären, aber als Techie, der schon mit Confluence und JIRA gearbeitet hat, sind die Grundlagen zu diesen Tools doch eher weniger spannend. Ich denke die Kollegen ohne Vorkenntnisse haben umso mehr davon. Die Standard-Arbeitsprozesse in Projectile waren auf jeden Fall sinnvoll und notwendig, obwohl ich beim täglichen Arbeiten bestimmt noch das eine oder andere nachfragen muss.  Aber ich weiss ja jetzt, wen ich fragen kann (Hallo Dominik! ;-)).

Mein persönliches Fazit nach zwei halben Tagen KickOff: Namics ist eine spannende Firma, mit netten, erfrischend unkonventionellen Kollegen. Das Intranet ist in vielen Bereichen so gut, dass man auch ohne Anleitung zurechtkommen kann. Das soll nicht heissen, das diese nicht trotzdem stattfinden sollte, aber vielleicht etwas kürzer. Schade fand ich, wie bereits geschrieben, dass das Kennenlernen und Vernetzen der Teilnehmer untereinander so kurz gekommen ist. Aber es kommt ja noch der zweite Teil in zwei Monaten, mal sehen, was uns dann erwartet…

 

“Experience The Rainbow” – Ein Erlebnisbericht von der Swiss Online Marketing Messe

Natürlich könnte ich über den mehrstöckigen Messestand von Goldbach Interactive schwärmen, erzählen, wie ich am Google Corner einen leckeren Adwords-Berry-Smoothy schlürfte, oder wie mich das Dauergeknipse der Messefotografen störte. Auch wenn ich könnte, ja sogar wollte, so habe ich drei komplett andere Takehome-Messages für Euch.

Erstens: Meine Kollegin Gergina (@gergina_ch) diskutierte an der Blogwerk-Podiumsdiskussion mit Beat Muttenzer (Yourposition) und Marc-Oliver Schmiedle (ebookers.ch) über den Zusammenhang einer erfolgreich geführten Social Media Aktivität mit dem Suchmaschinenranking (vgl. Die Google Rankingfaktoren Deutschland 2012), über SEO Todsünden und weshalb clevere Unternehmen besser in einzigartigen Content als in gekaufte Backlinks investieren. (Blogwerk hat bereits die heissesten Tipps dieser Expertenrunde zusammengefasst.)

Zweitens: Der Erfolg einer Social Media Kampagne hängt eigentlich nur davon ab, ob die Bedürfnisse der Zielgruppe abgedeckt werden. Konkret sprach Pedro Simko, Chairman von Saatchi&Saatchi Schweiz, vom Bedürfnis sich auszutauschen, vom Bedürfnis zu kreieren und vom Bedürfnis, sich selbst ins Bild zu setzen. Deckt eine Kampagne alle drei Bedürfnisse ab, so ist sie erfolgreich (vgl. Simkos Erfolgsfaktoren einer Social Media Kampagne im persönlich.ch Interview). Auch Skittles, der Süsswarenhersteller mit dem bekannten Claim “Experience the Rainbow”, kennt das Erfolgsrezept. Skittles unterhält und interagiert (zugegeben mit skurrilen Botschaften auf Facebook, oder verstehen Sie was mit „I want a car that always has that new Skittles smell.“ gemeint ist?!), Skittles stellt aktiv Fragen und stellt Nathaniel R. ins Rampenlicht, den grössten Skittles Markenbotschafter der USA.

Drittens: Erfolglos wurde das kostenlose WIFI bis nach Messeschluss gesucht.

Zuckersüss und farbig präsentierte sich die #SOM12.