Am Montag, 14. August 2006 war mein erster Arbeitstag bei namics (ja, damals wurde der Firmenname noch klein geschrieben ;-) ). Zugegeben, ein wenig nervös war ich schon, wahrscheinlich erinnere ich mich deshalb noch sehr gut an diesen Tag.
Damit ich mich in aller Ruhe einleben konnte und nicht direkt dem Alltagsstress der einzelnen Teams ausgesetzt werde, durfte ich meine erste Monate beim Systemservice, dem Support, verbringen. Schon bald lernte ich Vieles kennen, wie etwa wie man einen Server korrekt aufsetzt, mit Linux arbeitet oder wie man ein IBM Thinkpad aufschraubt, um den Bildschirm zu wechseln (natürlich wird die Sache wesentlich einfacher, wenn's dann noch der Laptop der Lehrmeisterin ist). Zu den neuen Aufgaben gehörte ausserdem das Patchen von Telefonen. Einen Netzwerkausfall habe ich nie verschuldet, aber habe es irgendwie hingekriegt, dass sämtliche Mitarbeiter eines ganzen Teams einen halben Tag lang die falsche Telefonnummer besassen. Der Einzige, der das nicht wirklich amüsant fand, war ich selber.
Schon bald durfte ich mich dann parallel zu den Wartungsarbeiten unter fachkundiger Unterstützung mit HTML/CSS befassen. Noch bevor ich das Team wechselte, bekam ich wöchentlich „Unterricht" in Sachen PHP.
Dann stand mein erster Teamwechsel bevor: Ins Team Marike. Dort sollte ich meine Fähigkeiten weiter verbessern und mich dazu weiter in PHP einarbeiten. Schon bald durfte ich bei Kundenprojekten mitwirken. Natürlich wurden alle Templates kritisch begutachtet und ich wurde mit hilfreichen Tipps eingedeckt. Mit dem Wechsel des Teamleiters durfte ich dann auch das erste CMS kennenlernen: Day CQ. Begonnen hatte damals alles mit einem (offiziellen) Tutorial, welches voller Fehler war (Zitat Betreuer: „wenn's nicht geht, einfach weitermachen, ist nicht immer korrekt beschrieben.
Nach dem nächsten Teamwechsel durfte ich mich mit der GUI-Programmierung von Java auseinandersetzen, denn was objektorientiert Programmieren war, wusste ich zu diesem Zeitpunkt nur „so halb". Ausserdem wurde das Wort Code-Review für mich da nochmals neu definiert, denn ich hörte auf zu zählen, wieviele Male ich mein Minesweeper neu programmiert und verbessert habe, bevor ich wieder im Sitzungszimmer sass und wieder erklären musste, warum genau ich das so und so gemacht habe.
Schlussendlich war das Spiel dann mehrsprachig und die Anzahl Felder und Minen konnte individuell eingestellt eingestellt werden. Natürlich durfte weder eine Highscore-Liste noch die Möglichkeit, ein Spiel zu speichern fehlen. Okay, zugegeben, das mit dem Speichern hatte ich nie mehr hinbekommen.
Bald durfte ich mich dann mit dem Lotus Notes CMS herumschlagen. Dieses Tutorial war sogar fehlerfrei, unglaublich. Dieses Content-Management-System gefiel mir sehr gut und ich sammelte während etwa eines Jahres viele Erfahrungen mit diesem System. Dies war dann auch ausschlaggebend für die Entscheidung, was für eine Aufgabe ich als praktische Abschlussarbeit einreichen will.
Ja, Abschlussarbeit - die vier Lehrjahre vergingen schneller als mir lieb war. Nun stand ich mitten im Prüfungsstress. Nach einigen anstrengenden und - wirklich - nervenaufreibenden Wochen war es dann geschafft: Ich durfte mein Fähigkeitszeugnis in Empfang nehmen.
Ich darf auf vier abwechslungsreiche Lehrjahre zurückblicken, in denen ich enorm viel gelernt habe und mich immer wohl fühlte. Natürlich war es nicht immer einfach, aber die schönen Ereignisse überwogen am Schluss doch ziemlich deutlich, und das nicht nur wegen den vielen tollen Anlässen ;-)







