Die User Experience (UX) Practice bei Namics ist eine Gruppe von Namics Experten die sich regelmäßig trifft, um sich mit allem rund um das Thema Nutzer Erlebnisse auf Websites, im Intranet, in Applikationen, etc. zu beschäftigen.
Im Rahmen der Zusammenkünfte werden sowohl Standards für Namics etabliert und weiter vorangetrieben, aber was noch viel spannender ist, auch neue Entwicklungen und Tendenzen aufgegriffen, die zukünftig die User Experience beeinflussen und verändern können.
Diesmal haben wir uns zum Thema „neue” Interaktionskonzepte wie Touch Interfaces und Gestensteuerung im Züricher Büro getroffen und ausgetauscht.
Neben allgemeinen Vorträgen zu speziellen Touch Interfaces, Bedienmustern und Vorgehensbeispielen zur Entwicklung von Interaktionskonzepten durfte die praktische Seite natürlich nicht fehlen: wir wollen ja schließlich auch unsere eigenen Nutzer Erfahrungen sammeln.
Dank der Organisation und dem Schleppen von Frederika, konnten wir die Xbox plus Kinect testen. Die Vorbereitungen wurden allerdings etwas erschwert.
Beamer an der Decke, viele Tische und zu kurze Kabel sowie lange Überbrückungswege machten uns den Aufbau nicht gerade leicht. Dann ging es los mit dem „Löscher stopfen im Aquarium”. Voller Körpereinsatz und mit vielen Lachern. Das Umstellen auf einen neuen Nutzer war dann etwas mühsam. Claus musste äußerste Verrenkungen vornehmen, um den Raum durch die Kinect scannen zu lassen. Leider blieb dann jemand von uns am Kabel hängen und die XBox kippte um. Danach war der Spaß leider vorbei, weil die Spiele CD-Rom beschädigt wurde. ☹
Trotzdem konnten wir ein erstes Fazit ziehen:
- Interessantes Konzept das viel aus dem Touch Bereich aufgreift aber durch die Erweiterung des Raums noch realer und intuitiver wird.
- Zeitverzögerung ist der entscheidende Faktor wenn es darum geht sich durch die Anwendungen zu bewegen und Aktionen auszuführen.
- Wie sehen großen Chancen des Prinzips im Wohnzimmerkontext. Weg von der Fernbedienung hin zu kompletten Steuerung des Home Entertainments über Gestensteuerung bequem von der CouchIm Moment wird noch viel experimentiert
- Anbringen der Kinect mit Hilfe einer Kopfbedeckung auf dem Kopf von Blinden, um Hindernissen auszuweichen
- Im OP, um berührungslos die Technik zu steuern und somit aufwendige Reinigungsprozeduren zu umgehen
- oder um Verhaltensstörungen bei Kindern zu diagnostizieren
Wir sind auf jeden Fall so angetan, dass wir beim nächsten Practice Meeting im November in der Stempelfabrik in Frankfurt ein Interaktionskonzept für die Kinect entwickeln wollen, um unsere Erfahrungen auf diesem Gebiet noch weiter auszubauen. Die Dokumentation unserer Erfahrungen wird dann im Anschluss selbstverständlich wieder u.a. über diesen Kanal erfolgen. Man kann sich also auf spannende Erkenntnisse freuen.