namics.lab (Frankfurt)

Die Fachmannschmiede

Einen Tag bevor die Fußball-Europameisterschaft 2008 ihren Startpfiff in der Schweiz erleben sollte fand in Deutschland ein durchaus wichtigeres innovatives Ereignis statt: namics.lab.

lab.namics

Anpfiff war 8.30 Uhr im Haus am Dom. Da die Mannschaftsaufstellung schon einen Tag zuvor erfolgreich festgelegt wurde, konnte dieser Tag mit einem entspannten Frühstück begonnen werden. Während des Frühstücks wurde von allen Anwesenden auch gleich getestet, ob die Haus-Technik ihren Job gemacht hat. Alles funktionierte! Der Raum war systematisch in vier Tischgruppen eingeteilt und das WLAN sorgte für eine reibungslose Verbindung zwischen allen Teilnehmenden. Nachdem sich die letzten verlorenen Schäfchen einer Gruppe angeschlossen, oder spontan eine neue Gruppe eröffnet haben, legte Markus mit seiner feierlichen Ansprache den Grundstein für das namics-Pilotprojekt und einen ereignisreichen Tag.

Die namics-Philosophie und die damit verbundene Aufteilung in Kompetenzen spiegelte sich auch in einer Veranstaltung wie namics.lab wider, was dazu führte, dass eine Vielzahl von interessanten Themen vorgeschlagen wurde:

  • Grails
  • Universal Widget API
  • HTML 5 – Experimente mit dem Canvas-Element
  • Visualisierung von Geodaten (Google Earth, Google Maps)
  • Optimierungsmöglichkeiten im Projektmanagement

standen zur Auswahl. Eine Kurzbeschreibung der einzelnen Themen gibt es im Anschluss an den Text.

Wie die Bearbeitung der einzelnen Themen aussehen sollte, wurde jeder Gruppe selbst überlassen. Diese gestalterische Freiheit war nicht nur notwendig, um eine zwanglose Auseinandersetzung mit dem Thema zu erreichen, sondern sie war auch davon abhängig, welches Know-How der jeweiligen Gruppe auf ihrem Gebiet bereits zur Verfügung stand.

Einige Themen waren so aktuell, dass man ihre Bearbeitung fast mit der Erfindung des Rades vergleichen konnte. Andere Interessengebiete erhielten lediglich durch den Austausch von Wissensständen mit anderen Teilnehmern einen Feinschliff.

Auf welchem Niveau auch immer gearbeitet wurde, Ziel war es, am Ende des Tages sein neu erlangtes Wissen preiszugeben und sein Lieblingsthema für alle anderen in Form einer kurzen Präsentation greifbar zu machen.

Man kann fest davon ausgehen, dass viele Themen nicht mit der Präsentation beendet wurden, sondern, dass namics.lab für einige Teilnehmer der Anstoß war, sich auch in naher Zukunft weiter mit diesen Themen zu beschäftigen und sich dabei vielleicht der ein oder andere sogar zum Fachmann entwickelt.

Wir danken namics für diesen Freiraum, den ein solcher Tag bietet und wünschen allen, die diesem Startschuss folgen werden einen ebenso interessanten und erfolgreichen Tag!

© Marc Rausch und Martin Richter

Kurzbeschreibung der einzelnen Themen:

Grails

Zusammen mit dem Projekt „Widget“ wurde mithilfe des Grails Framework eine Backend Lösung umgesetzt. Dadurch konnten zum Thema „Tip of the Day“ Tipps, deren Titel, der Name des Authors und das Datum eingegeben werden, wobei durch Grails diese Einträge direkt in eine Datenbank geschrieben werden. Diese Einträge werden im XML Format abgelegt, um von den Widgets ausgelesen werden zu können. Zusätzlich wurde — passend zur aktuellen Fussball Europameisterschaft — eine Lösung umgesetzt, um einem Widget die Spielergebnisse/Tabellen zu liefern. Durch diese kleinen Beispiele wurde getestet, was Grails kann, wie schnell man zu ersten Ergebnissen kommt und ob das System zur Entwicklung von Prototypen hilfreich sein kann.

Universal Widget API

Bei der Universal Widget API handelt es sich um einen neuen Standard, mit dem Widgets auf unterschiedlichen Plattformen wie zum Beispiel Netvibes, iGoogle, Windows Vista, Mac OS X, iPhone oder Opera ausgeführt werden können. Einige gute Widget-Ideen der Consultants im Team stellten sich allerdings als zu umfangreich für einen Tag heraus, weshalb man beschloss, sich mit dem Grails-Team zusammenzutun, um ein Widget als Frontend für deren „Tip of the Day“-Applikation zu entwickeln. Komplett abschließen konnte man die Umsetzung zwar hier auch nicht, aber man ist bestrebt, weiter daran zu arbeiten.

HTML 5-Experimente mit dem Canvas-Element

In dieser Ein-Mann Projektgruppe widmete man sich Canvas, einem neuen HTML-Element, welches bereits von (fast) allen Browsern unterstützt wird, obwohl es erst für HTML 5 vorgesehen ist. Eingeführt wurde es von Apple im Safari und iTunes für Effekte wie Wet Floor und Coverflow. Einige Coverflow-JavaScript-Libraries arbeiten bereits damit bzw. verwenden Filter für IE6-Rückwärtskompatibilität. Es wurde probiert, was damit geht und was nicht. Im Anschluss wurde ein kleines Mashup geschrieben, das Bilder über die flickr-API von der namics group zieht und mit einer Wet-Floor-Spiegelung versieht. Ein Beispiel gibt es hier:
flickr.com/photos/martin-kliehm/2560022499/
Momentan wird Canvas von Safari, Firefox ab Version 1.5 und Opera unterstützt. Für den IE gibt es teilweise Workarounds.

Visualisierung von Geodaten in Google Earth, Google Maps und co.

In diesem spannden Projekt wurden Möglichkeiten erkundet, um mit Hilfe des XML-Dialektes „KML“ 3D-Objekte und Kamerafahrten zwischen 2 geographischen Punkten in Google-Earth zu erstellen. Konkret wurde das namics-Bürogebäude in Frankfurt mittels der Google 3D-Modellierungssoftware „Sketch up“ erzeugt, woraufhin ein Kameraflug per Networklink vom Frankfurter Hauptbahnhof zum namics-Büro entlang eines zuvor per GPS ermittelten Pfades generiert wurde.

Optimierungsmöglichkeiten im Projektmanagement

In dieser Projektgruppe fokussierte man sich, nach anfänglicher Betrachtung verschiedener Optimierungspotenziale, auf die Erstellung einer namics Word-Vorlage für Spezifikationen und auf die Entwicklung einer generischen Projektstruktur in Daedalus. Diese soll unkompliziert für die meisten Projekte übernommen werden können und damit auch eine Vergleichbarkeit zwischen allen Projekten schaffen.

Ein Gedanke zu “namics.lab (Frankfurt)

  1. Macht Lust auf mitmachen… Gerade die Widget-Geschichte tönt noch einem interdisziplinären Spielfeld, auf welchem wir mal eine gute Idee konsequent umsetzen müssten…

    …und Martins Wet Floor Effekt in „reinem HTML“ ist wirkich was für die Augen und für den Browser (oder so… ;-)

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