CHF 32‘000 für einen Feldstecher oder warum ein Bananen-Splitt und ein Weizenbier gar keine so schlechte Kombination ist

Zeitgleich mit der Mont Blanc „Expetition“ haben sich weitere 3 wackere namics’ler – Heinz, David und ich – auf den Weg in die Berge gemacht, um das vorhergesagte ideale Bergwetter auszunutzen.

Unsere Reise hat uns ins Engadin mit dem Ziel Piz Palü geführt. Erste Station einer um 4.52Uhr beginnenden Reise war das „Berghaus Diavolezza“. Als „warm up“ hat Heinz, unser grossartiger Organisator und Bergführer, den Klettersteig auf den Piz Trovat gestellt. Dieser Klettersteig mit mittlerer Schwierigkeit war der ideale Start in das Wochenende, eine gute Möglichkeit zum Aklimatisieren und bot unglaublich schöne Ausblicke auf die Bergwelt rund um den Piz Palü und Bernina.

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Auf dem Gipfel kam auch zum ersten von unzähligen Malen der nagelneue Feldstecher von David zum Einsatz, dessen kurz zuvor erfolgter Kauf für einigen Gesprächsstoff über das Wochenende hinweg sorgen und der uns bei der Routenplanung wertvolle Dienste erbringen sollte.

Da das Berghaus Diavolezza aufgrund einer Hochzeit ausgebucht war, haben wir die Berghütte Boval zur Übernachtung ausgewählt. Auf dieser zauberhaften kleinen Hütte wurden wir mit leckerem Essen und einer gemütlichen Schlafgelegenheit verwöhnt. Gewöhnungsbedürftig schmeckte nur der Abends ausgeschenkte und am Folgetag getrunkene Marschtee. Dazu später nochmal mehr.

Früh um 4 Uhr am Sonntag sind wir Richtung Piz Palü aufgebrochen. Auf dem Weg zum Piz Palü mussten wir 2 Gletscher und schon etliche Höhenmeter überwinden, bevor wir mit dem eigentlichen Aufstieg starten konnten.
Da dies für mich die erste alpine Tour war, war die Aufregung gross. Mein Magen hat vor Begeisterung gleich „mitgefeiert“ und dabei wohl vergessen, was seine eigentliche Tätigkeit ist. So gings mit mächtig flauem Gefühl in der Magengegend Meter für Meter aufwärts. Dabei war die ein oder andere interessantere Stelle zu überwinden.

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Nach insgesamt 6 – 7 Stunden erreichten wir den Sattel, welcher im Winter als Ski-Depot für die Tourengeher und Ausgangsort auf den Gipfel dient.

Hier endet für uns der Gipfelsturm.
Aber auch ohne Gipfel war der Ausblick und das Gefühl zum ersten Mal im Leben es soweit geschafft zu haben grossartig.
Auf dem Sattel habe ich mich auch wieder an den Marschtee herangewagt und was soll ich sagen … es erscheint aufgrund der Höhe zu einer unerklärlichen chemischen Reaktion gekommen zu sein. Urplötzlich war der Tee ein Geschmackserlebnis der ganz besonderen positiven Art :-)

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Nach kurzer Pause begann der Abstieg zur Diavolezza, welcher am Schluss nochmal mit einigen Metern durch sandiges und steiniges Gelände als Finale aufwartete, der die Freude auf die Verpflegung auf der Diavolezza in neue Höhen schraubte.
Und was soll ich sagen, in den Bergen werden Wünsche wahr. So hat David einen Bananen-Splitt garniert mit einem Weizenbier bekommen. Ein bisschen Verrücktheit gehört halt einfach dazu :-)

4 Gedanken zu “CHF 32‘000 für einen Feldstecher oder warum ein Bananen-Splitt und ein Weizenbier gar keine so schlechte Kombination ist

  1. Ich kürzlich auf dem Weg zum Blankeneser Halbmarathon. Fragt mich mein Gegenüber, ob es bei dem Lauf denn auch „Berge“ gäbe? Ich: Von woher kommen Sie? Er: Allgäu. Ich: … :-)

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