UXcamp Europe 2013 in Berlin

2 Tage, 600 Menschen, 80 Sessions, User Experience, Sonne und das ganze im schönen Berlin. Da ist Namics natürlich dabei und schickt 3 Mitarbeitende auf das BarCamp.

Aber was ist überhaupt ein BarCamp? – Es ist eine sogenannte Unkonferenz bzw. Tagung bei der lediglich das Rahmenprogramm bestimmt wird, jedoch nicht die einzelnen Vorträge. Der Inhalt wird von den Teilnehmern gestaltet. Ob Vortrag, Workshop, Diskussion oder Schneeballschlacht ist völlig egal. Da die Teilnahme kostenlos ist, ist aktiv sein die Devise, egal ob Session halten oder Essen austeilen, jeder ist gefragt. Somit entsteht eine sehr entspannte und offene Atmosphäre.

Ein BarCamp kann völlig frei oder auf ein bestimmtes Themengebiet fokussiert sein. Das UXcamp Europe hat, wie der Name schon verdeutlicht, das Thema User Experience auf der Flagge stehen. Dabei liegt der Fokus auf Informationsarchitektur, Interaction Design, Usability, Visual Design, Prototyping und Interfacedesign.

Ein Problem gibt es jedoch – die Qual der Wahl. In der Regel laufen zehn Sessions parallel, somit ist immer ein gewisser innerer Konflikt vorhanden. Im Folgenden sind ein paar Session Highlights zusammengefasst.

 

UX Hacks von Jan Srutek

Bild von Josef Jerabek via Flickr

In der Session wurden UX Hacks zu unterschiedlichen Bereichen vorgestellt die das Leben etwas besser machen. Im zweiten Teil wurde sich in Gruppen über weitere Hacks ausgetauscht und im Anschluss die besten vorgestellt oder auf Twitter gepostet. https://twitter.com/search/realtime?q=%23uxhacks&src=hash

 

Next-generation Interfaces von Eray Basar

Bild von leapmotion.com

Bild von leapmotion.com

Leap Motion, Meta View, Oculus Rift, Myo und Google Glass sind alles neuartige Geräte die noch am Anfang stehen und grossartiges versprechen. Betrachten wir die Videobeispiele der jeweiligen Hersteller wirkt die Bedienung mühelos und unkompliziert. Doch oft trügt der Schein. Die API’s sind noch unausgereift, die Interfaces unklar und Bedienkonzepte alles andere als standardisiert. Es ist also noch viel zu tun. Eine spannende Zeit liegt vor uns.

 

Usable Usability von Eric Reiss

Eric Reiss ist kein Unbekannter und bereits ein UXcamp Klassiker. In seiner Session „Usable Usability“ packt er Geschichten aus seinem Nähkästchen aus, die auch in seinem gleichnamigen Buch zu finden sind. Dabei zeigt er typische Probleme aus seiner Arbeit und dem Leben. Es ist kein typischer Vortrag wie „Was ist Responsive Design“ oder „Agile UX“ sondern eine Sammlung aus unterschiedlichsten Geschichten, Problemen, Tipps und Anekdoten. Wenn man aus einem Eric Reiss Vortrag rausgeht, ist man voller Inspiration und Enthusiasmus die Welt für den Benutzer noch besser zu gestalten.

 

The UX Personality Test + Musical

Holger Eggert ist ebenfalls ein UXcamp Klassiker und fester Bestandteil der UX Szene in Deutschland. Er ist dafür bekannt seine Vorträge sehr fokussiert zu gestallten. Er bringt zwar nicht viel Inhalt mit, diesen dafür aber auf den Punkt und mit ungewöhnlichen Mitteln. Sein Markenzeichen ist die Art der Präsentation. Durch Showeinlagen, wie z.B. ein Mini-Musical oder eine Zaubershow sind sein Vorträge einprägsam und unterhaltsam. Auf dem UXcamp 2013 stellte er Typen von Personen vor, die bei einem Projekt mitwirken. Durch Fragen führt er eine Art Selbsttest durch, um zu verdeutlichen, zu welchem Typ man selbst eher passt.

Reseacher – Daten erheben, alles genauestens analysieren, Studien erhaben und vieles mehr, bevor man überhaupt irgendwas macht.

Explorer – Hat zirka 1000 Ideen die Minute, will alles ausprobieren und kommt nur schwer zum Ende.

Decider – Pragmatiker, der Entscheidungen trifft.

Runner – Nimmt die erstbeste Idee, fängt diese auszuarbeiten ohne sich genauer Gedanken zu machen ob diese überhaupt gut ist.

Talket – Stundenlanges Reden ist sein Lieblingsbeschäftigung.

Jeder von uns hat diese Eigenschaften, jeweils stärker oder schwächer ausgeprägt. Jede für sich hat seine Schwächen, aber in einem Mix kann man ein perfektes Team bilden und überragende Arbeit vollbringen. Man sollte in sich gehen, überlegen welche Typen bzw. Eigenschaften auf einen selbst zutreffen und bei Projekten die fehlenden Eigenschaften durch andere Projektmitglieder ergänzen.

 

Design with Non-Designers von Lennhart Hennings. Ein wunderschöner Vortrag auf den meine super Kollegin Nina Jaeschke in ihrem Beitrag eingeht. Eine absolute Empfehlung!

Klingt spannend? Dann sehn wir uns 2014 auf dem nächsten UXcamp Europe!

Dieser Beitrag wurde unter 2013, Veranstaltungen, Weiterbildung veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Über Alexander Zyuzkevich

In Moskau geborenen, in Marburg aufgewachsen, in Furtwangen OnlineMedien studiert und am Ende in der Schweiz gelandet. Nach 4 Jahren der Selbstständigkeit und dem Studienabschluss ging der Kampf für eine bessere User Experience als Interaction Designer bei Namics weiter.

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*

*

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>