Namics Frankfurt – Die Legendary Sportskanonen 2014

Am 14.09. stand eine neue Ausgabe des Datterichs an (aufgrund spontan eintretenden Urlaubs direkt nach Zieleinlauf gibt es den Bericht erst heute). Jenem sagenumwobenen Mannschafts-Triathlon, bei dem je zehn tapfere Sportsleute pro Team zusammen einen Ironman absolvieren. Bei Namics hatten sich wieder einmal 20 Leute gefunden die weder Tod noch Teufel fürchteten (oder schlichtweg nicht wussten, worauf sie sich eingelassen haben, bzw. noch in der Probezeit und somit leichter unter Druck zu setzen waren), so dass wir also wieder mit zwei Teams am Start waren. Den vom Startsprecher als Alte Bekannte begrüßten Truppen „Kämpfen. Beißen. Schwitzen. Namics.“ und „Kämpfender. Beißender. Schwitzender. Namics.“, wie immer gespickt mit Konditionsallergikern der Güteklasse 1A.
Und dieses Jahr wurde LE-GEN-DÄR. Genau, ohne „wait for it“, denn dieses Jahr wurde nicht gewartet, dieses Jahr wurde nur Gas gegeben…

Neu, nach fünf Jahren in Pfungstadt, war dieses Jahr die Austragung im Bürgerpark Darmstadt. Für alle von uns also völlig neues Terrain. Altbekannt hingegen: Der Spaß began mit 380m Schwimmen, um 12:15 fiel der Startschuß für uns. Und beim Barte des Athleten, war das Wasser an diesem Sonntag schnell. Obwohl unsere Schwimmbemühungen wieder einmal eine Symphonie der Grobmotorik waren, konnten die meisten von uns den Pool schon nach weniger als zehn Minuten verlassen. Ein Umstand, der nicht nur die Experten staunend zurückließ. Besonders positiv fiel hier unser Rookie Jens „Taschen-Torpedo“ Reufsteck auf, der schon nach 7:15 aus dem Wasser schnellte.

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Nach diesen ersten Anstrengungen galt es, möglichst wenig Zeit beim Wechsel aufs Rad zu verlieren. Einfacher gesagt als getan, wenn der nasse Fuß nicht in die depperte Socke reinrutschen will und der Klickverschluß der Helmbefestigung nicht einrastet. Unübertroffen wie jedes Jahr hier mal wieder Michael „Dirty Mike“ Lemmler, der Neuling Timo „Wait for it“ Patrizi während seines Blitzstoppes auch noch aufklärte, dass hier nicht aufeinander gewartet sondern weitergelaufen wird (s.o.).
Auf dem Rad galt es sich dann zunächst mit den neuen Bewegungsabläufen zu komfortabilisieren (noch mal prüfen, ob es das Wort gibt). Weg vom Froschbeinschlag, hin zum Kurbeln. Da lässt es einen der Oberschenkel recht schnell mit eindeutigen Zeichen wissen, was er davon hält. Aber wie heißt es schon im Titelsong der Fraggles: „Sing und schwing das Bein, lass die Krämpfe Krämpfe sein.“ Insgesamt waren 18km, aufgeteilt auf vier Runden, auf einem Rundkurs mit langen Geraden, aber auch einem kurvenreichen Infield zu absolvieren. Ausreichend Strecke also, um sich mit den Teamkollegen, den Startern anderer Teams und vor allem sich selbst auseinanderzusetzen. Besonders gut tat dies Markus „Schwimmbrillen-Klingone“ Wagner, der nach Abnahme seiner kopfdeformierenden Schwimmbrille zu gewohnter Form (Wortspielpunkt für den Autor) zurückfand und die Spitze übernehmen konnte. Überragend allerdings auch der Rest, der irgendwo zwischen 40 und 50 Minuten auf dem Drahtesel verbrachte.

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Nach dieser Tortour de Darmstadt waren anschließend noch 4,2km zu laufen. Wenn man sich schon fühlt, als hätte man gerade Miley und ihrer Abrissbirne im Weg gestanden eigentlich keine gut Idee mehr. Aber zum Glück waren wir nicht nur mit der Kondition eines toten Eichhörnchens gesegnet, sondern auch mit dem Kampfeswillen einer schlecht gelaunten Alpha-Löwin. Aufgeben war demnach keine Option. Vor allem nicht, wenn der eigene Mitarbeitercoach nur 20m vor einem rumstolpert. Besonders auffällig im wunderschönen Bürgerpark Darmstadt war Christopher „Bittner-Sweet“ Bittner, der in einer Traumzeit von gerade mal 16:28 durch das Gelände galoppierte und damit als zweiter ins Ziel stürmte. Der Großteil von uns ließ es da etwas geruhsamer angehen und kam irgendwo in den 20ern an.

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Am Ende standen für alle 20 Teilnehmer unfassbar gute Zeiten zu Buche. Von 1:02:47 bis 1:25:01 ging die Bandbreite, eine Leistungsexplosion die so definitv nicht vorhersehbar war und auch heute noch für Kopfschütteln bei Fachleuten und Muskelkater bei uns „Athleten“ sorgt. In der Teamwertung erreichte das Kämpfen-Team eine Traumzeit von 12:43:07, das Kämpfender-Team erreichte eine Fabelzeit von 13:06:59. Beides Zeiten die so noch nie von uns erreicht wurden. Wie gesagt, es war ein LE-GEN-DÄRer Sonntag.
Da unsere Mopsfidelität unter den ganzen Aktivitäten etwas gelitten hatte, wurde als letzte Tat des Tages noch die Getränke- und Futterstände auf dem Gelände gestürmt, sich in der Sonne zusammengehockt und der liebe Gott eine gute Frau seingelassen. Definitv unsere Paradedisziplin.

Mein besonderer Dank gilt noch den Kindern, Eltern, Ehepartnern und Lebensgefährten der Teilnehmer, die als Fans, Fotografen, Wassererstversorger und Wertgegenstandverwahrer mindestens genau so viel zum Erfolg beigetragen haben wie unser kaum vorhandenes Training.

Die diesjährigen Teilnehmer waren, in keiner besonderen Reihenfolge:

Roland „Der mit dem großen Gang tanzt“ Kastner
Christian „Longboard“ Jakob
Thomas „April“ May
Matthias „Die Waldfee“ Holler
Tobias „Lord Helmchen“ Lehwalder
Christian „The Man“ Höflich
Constantin “Galifianakis” Noll
Timo „Wait for it“ Patrizi
Vincent „Tornado“ Kops
Michael „Dirty Mike“ Lemmler
Eveline „Die Gazelle“ Cecon
Tillman “Mean Machine” Grupp
Stefan „Red Devil“ Bechtold
Jens „Taschen-Torpedo“ Reufsteck
Jörg „Ich hab überdreht“ Waldmann
Marc „Der Weiße Massai“ Suhre
Eric „Ibiza“ Wiesenhütter
Christopher „Bittner-Sweet“ Bittner
Markus „Schwimmbrillen-Klingone“ Wagner

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6 Gedanken zu “Namics Frankfurt – Die Legendary Sportskanonen 2014

  1. Sehr schön geschrieben!
    Klingt nach einem super Tag!!
    …dem ich mich dennoch nicht anschließen könnte, da meine Konditionslosigkeit wohl noch legendärerer ist als Eure.. :-)

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