Namics Frankfurt im Land des Muskelkaters – Datterich 2015

Juhu. Am 06.09. wurde in die Selbstkasteiungs-Arena im Norden Darmstadts zum traditionellen Firmen-Triathlon Datterich geladen. Aufgrund eines bei uns stark verbreiteten Gendefekts, der einen aus leidvollen körperlichen Erfahrungen keinerlei Lerneffekt erzielen lässt, sind wir auch dieses Jahr wieder voll unbegründetem Enthusiasmus mit zwei Teams angetreten. Und da Vollkommenheit kein Rebranding braucht, waren wir natürlich wieder als „Kämpfen. Beissen. Schwitzen. Namics“ und „Kämpfender. Beissender .Schwitzender. Namics“ am Start. Der große Traum des Autors ist es übrigens nach wie vor, auch noch ein Team im Superlativ an den Start zu bringen. Nur mal so als dezenter Hinweis an den Rest der Firma.
Wer noch nicht weiß wie der Datterich funktioniert: Ein Team umfasst zehn Starter die jeweils einen Zehntel-Ironman absolvieren. Zehn mal ein Zehtel? Genau, zusammen erreicht das Team eine Ironman-Zeit. Wer da nicht hart wie ein Schmusehamster ist, hat schon vor dem Start verloren. Zu diesem Zeitpunkt fühlen wir uns allerdings alle noch ausreichend gerüstet. Siehe dazu auch nachfolgende Illustration.

bild1

Los geht’s um 12:15 mit dem Schwimmen, 380 Meter. Völlig überraschend dominiert hier unser Rookie Tobias „Der Rabiator“ Karst. Er zeigt dem Wasser konsequent, wer hier der Chef ist. Knapp dahinter kraulen sich Lars „Der Aal“ Schilling und Markus „Die beste Wurst“ Wagner in die Herzen der Zuschauer. Der Rest von uns ist dann allerdings eher mit Schwimmstilen aus dem Pleistozän dieser Sportart unterwegs. Schön anzuschauen ist das nicht. Aber: keiner ist ertrunken, alle sind wohlauf aus dem Wasser. Jedes mal wieder putzig das Gefühl bei den ersten Schritten, als sei man frisch aus dem Figurentheater Ungelenk ausgebrochen. So müssen sich damals auch die Viecher gefühlt haben, die als erste aus dem Wasser aufs Land gekrochen sind.

schwimmen

Danach gilt es die richtige Taktik in der Wechselzone zu finden. Trockenrubbeln und Zeitverlust gegen Topzeit und Blasenentzündung (natürlich Variante zwei). Dann im Sprint zum Fahrrad, Helm aufsetzen, am Verschluß des Helms verzweifeln, fluchen und am Ende dann doch auf dem Rad sitzen und 18 Kilometer kurbeln. Hört sich erst mal nicht schwierig an, Teilnehmer anderer Teams schaffen es allerdings in der Tat, in Spitzkehren vom Rad zu fallen. Christian „Das Mädchen“ Höflich gelingt sogar beinahe das Kunststück, auf gerader Strecke in die Wiese zu fahren. Das hätte hier sicherlich einen schönen Extra-Artikel mit dem Titel „Unvermögen in völlig neuer Dimension“ gerechtfertigt.

radeln

Der Versuch, nach 18km radeln vernünftig zu laufen endet bei den meisten zu Beginn mal wieder in recht verhaltensprägnanten Bewegungen. Faszinierend, wie sich der Körper hier vor den Mindestanforderungen wehrt. Aber es hilft ja alles nichts, durch die Wechselzone geht es als letztes auf die 4,2km lange Laufstrecke durch den Darmstädter Bürgerpark.
Ganz vorne rennt Die beste Wurst für das ganz große Ziel, als erster Namicsler unter einer Stunde einzulaufen. Es zeichnet sich ab, dass das ein ganz knappes Höschen wird. Es geht um Sekundenbruchteile. Wer da nicht vor lauter Spannung hyperventiliert, der sollte sich mal dringendst untersuchen lassen!
Am Ende liegt es ausschließlich an einer unglücklichen Krümmung im Zeit-Raum-Kontinuum, dass die magische Grenze um ACHT (in Ziffern: 8!) lächerliche Sekunden verpasst wird. Knapp dahinter kommt Chris „Der Galopper“ Bittner an, der seinem Kampfnamen auf der Laufstrecke mal wieder alle Ehre macht. Auf Platz drei einlaufend holt sich Der Rabiator seinen neuen Kampfnamen. Nachdem er auf der Strecke nicht alles gegeben hat, hat er beim Zieleinlauf noch genug Kraft um die Zeitnahme-Apparatur vom Tisch zu schmeißen. Großes Kino.
Für den untrainierten Rest von uns gilt „Die Hoffnung ist der Vogel der schon singt, wenn die Nacht noch dunkel ist“. Oder war es „Es ist nicht vorbei, solange die dicke Dame noch singt“? Egal, auf jeden Fall irgendwas mit singen, Hoffnung und nicht vorbei. Und dunkel wird es eh schon vor den Augen. Trotzdem macht hier jeder von uns auf seine ganz eigene Art eine hervorragende Figur. Denn wenn die Körper bei uns auch schon mächtig dekomponiert sind, der Wille ist intakt.

laufen

Am Ende sind wir wieder einmal vollständig und komplett ins Ziel gekommen. Wer immer demnächst einer der folgenden Legenden über den Weg läuft, darf ihr dazu gerne ausgiebig gatulieren und Bewunderung ausdrücken. Wie jedes Jahr in einer absolut Zielzeit-unabhängigen Auflistung sind jene Legenden dieses Jahr:

Constantin „Der Bart“ Noll
Anna-Lena „Eintracht“ Reichenbach
Thomas „April“ May
Matthias „Die Waldfee“ Holler
Eveline „Die Gazelle“ Cecon
Thomas „5 Bahnen“ Leidecker
Jörg „Racket Man“ Waldmann
Ellen „Die Famose“ Hellwig
Benjamin „Das Vorbild“ Gabriel
Steffen „Shortcut“ Kopmeier
Marc „Der weiße Massai“ Suhre
Christian „Das Mädchen“ Höflich
Eric „Der Urlauber“ Wiesenhütter
Lars „Der Aal“ Schilling
Tobias „Der Rabiator“ Karst
Chris „Der Galopper“ Bittner
Markus „Die beste Wurst“ Wagner

danach

Am Ende gilt es natürlich noch, den unfassbar tollen Fans, Fotografen, Unterstützern und Supportern zu danken. So eine geschickt gesetzte Anfeuerung kann noch mal völlig unbekannte Kräfte freisetzen, vielen Dank dafür!
In diesem Sinne: auf ein neues im nächsten Jahr, möge die magische Stunde sich da endlich geschlagen geben.

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