Hamburg. Sunny Island. Lab.

Nachdem andere Quartiere mit interessanten Namen wie “LowerEastSide” und “Disco” auf der Schwägalp waren, Quartier “Sonnenseite” den Edersee unsicher gemacht hat und Quartier “UmsetzBar” in den Wald geflohen ist, machten sich auch die Insulaner vom Quartier “Sunny Island” auf den Weg ins neue Büro der Hamburger Kollegen vom Quartier “Hafenkante”.

Die Idee hinter dem Lab ist es, sich zwei Tage lang mit Themen beschäftigen zu können/dürfen/sollen, die nichts mit dem Büroalltag zu tun haben, oder für die während der Arbeit leider nicht genug Zeit bleibt. So haben sich für unser diesjähriges Lab Gruppen zusammengefunden mit interessanten Arbeitstiteln wie “Malen wie Bob Ross”, “LunchLotto” oder “Porn!”. Gerade letzeres fand alleine durch seinen Namen zahlreiche Interessenten ;-) Aber der Reihe nach.

Sunny Island zu Gast in Hamburg

empfangstresen

Am 13. und 14. Oktober fand das gemeinsame Lab der Quartiere “Sunny Island” und ”Hafenkante” in Hamburg statt. Nach Ankunft der Frankfurter im neuen Hamburger Office gab es eine kleine Stärkung, und schon wurde der offizielle Startschuss für das Lab gegeben.

Die Teams stürzten sich auf ihre Projekte, die in diesem Jahr ein besonders vielfältiges Spektrum an Themen abdeckten. Die Initiatoren erklärten das Ziel des jeweiligen Themas und dann machten sich alle an die Arbeit. Wobei die “Arbeit” nicht der primäre Fokus des Labs war. Vielmehr ging es darum, Dinge auszuprobieren, seiner Kreativität freien Lauf zu lassen, Spaß zu haben und vielleicht auch das ein oder andere zu lernen und später weiterzuführen oder zu vertiefen.

So schwärmten einige von uns – bewaffnet mit Kameras, Stativen und Ideen – aus, andere ließen sich von 80er Jahre Trash-Pop inspirieren oder zeichneten typische Bürogeräusche auf, wieder andere erstellten Storyboards oder gingen erst einmal ein paar Kisten Lego-Steine kaufen.

Schon am Donnerstagabend waren bei einigen Teams erste (Zwischen-)Ergebnisse zu bestaunen: so nahmen beispielsweise die ersten “Actionfiguren” im 3D Drucker Formen an, und auch auf den Leinwänden ließen sich bereits erste Landschaften bewundern.

Am Abend ging es dann geschlossen in das Panthera Rodizio, wo in entspannter Atmosphäre geschmaust wurde. Dem Vernehmen nach mussten – trotz des expliziten Fleisch-Schwerpunkts des Restaurants – auch die Vegetarier nicht mit leeren Mägen auf die anschließend stattfindende Barkassenfahrt durch den Hafen gehen.

panthera-rodizio

Nach 90 Minuten Schippern und Schunkeln, vorbei an riesigen Containerschiffen, den Docks und der Elbphilharmonie, untermalt von einigen launigen Anekdoten seitens des Kapitäns, hatten einige Namicsler noch nicht genug und machten sich noch auf den Weg zur sündigen Meile. Über den Rest der Nacht wird der Mantel des Schweigens gebreitet.

Der nächste Tag wurde genutzt, um die Projekte, soweit wie möglich, fertigzustellen. Ab 15:00 Uhr präsentierten die Teams die Ergebnisse ihrer Arbeit. Danach hieß es für die Frankfurter Abschied zu nehmen und sich auf den Heimweg zu machen. Aber wie heißt es so schön: In Hamburg sagt man Tschüss.

schoggiherz

 

Die Lab-Projekte

Musik “Hackaton”
Jeder kennt das Prinzip eines Hackathon. Aber warum sollte das nur auf Soft-/Hardware beschränkt sein? Wir erweitern das Konzept und machen gemeinsam Musik. Als Material für das Stück wurden Kaffeemaschine, Drucker, Kicker, Tastaturanschläge, Hangout-Töne, Telefonklingeln und Bierflaschen-Öffnen aufgenommen und, inspiriert von “Money” von Pink Floyd, zu einem Song zusammengefügt.

musik-hackathon

Game Jam mit Javascript
In zwei Gruppen haben wir mit der Engine Phaser.io mit ECMAScript 6 zwei Spiele entwickelt. Die Spiele lassen sich im Browser spielen. Ziel war es, den größtmöglichen Fun-Faktor zu erreichen – sowohl beim Programmieren, als auch beim Spielen.

Die Teams ließen sich von Arcade-Klassikern sowie typischen Spielen der 80er inspirieren. Es wurde nicht nur programmiert, sondern auch gezeichnet, illustriert und über lustige Effekte und ihre Umsetzung gebrainstormt. Herausgekommen sind zwei komplett unabhängige Spiele. Eins davon ist unter http://brutalhack.com/freakout/ zu finden.

Porn!
Filmen was das Zeug hält. Experimentieren. Ideen. Drehbuch. Kameras. Linsen. Licht. Perspektiven. Filter. Schnitt-Techniken. Slowmotions. Kamerafahrten. Steadycam etc. Bei dieser Art von Porn geht es nicht darum explizite Inhalte zu zeigen, sondern darum eine Sache ins rechte Licht zu rücken und oft aus nächster Nähe draufzuhalten.

Nach einer theoretischen Einführung, bei der auch diejenigen Kollegen “abgeholt” wurden, die sich noch nicht so intensiv mit der Film-Funktion ihrer Kamera auseinandergesetzt haben, teilte sich die Gruppe in drei Teams auf, die dann versuchten, ihre jeweilige Vorstellung des Themas einzufangen und umzusetzen. Dabei reichte die Bandbreite von Kicker-Porn! über Treppen-Porn! (ja, auch so etwas gibt es) bis zu Schoggi-Porn!.

schoggi-praline-mit-ganache-fu%cc%88llen

Nach dem Filmen wurde das Material gesichtet und (aus-)sortiert, denn nur die besten Aufnahmen schaffen es bis in die Schnittsoftware. Außerdem spielte die Auswahl der richtigen musikalischen Untermalung eine nicht unwesentliche Rolle.

Als Ergebnis konnten am Ende des Labs sogar vier fertige Filme gezeigt werden, die das Thema unterschiedlicher hätten umsetzen können.

3D-Druck
Wie wäre es, eine Actionfigur von sich selbst zu erstellen? Diese Frage war der Ausgangspunkt für das Lab Thema 3D-Druck.

Mittlerweile hat jeder von 3D-Druck gehört oder gelesen, es ist eines der großen Themen der nahen Zukunft.

Aus diesem Grund brachten die Frankfurter Kollegen zwei solcher Drucker mit nach Hamburg. Zum Equipment gehörten außerdem eine Kinect (zum Erfassen der Kollegen in 3D) sowie die Software “Blender”, um die erfassten Daten als Modell darzustellen und zu optimieren, bevor es dann an den eigentlichen Druck ging. Nach ungefähr jeweils 30 Minuten Druckzeit waren die Figuren dann fertig und konnten von allen bestaunt werden. Um den Kollegen der anderen Teams das Verfahren zu visualisieren, waren an den Druckern kleine Kameras angebracht, mit deren Hilfe diverse Zeitraffer-Videos erstellt wurden. Und so ließ sich in ca. 15 Sekunden langen Filmen bestaunen, wie eine Action Figur im Drucker entsteht.

3d-druck

Und jetzt überlegen wir, die Drucker auf Tournee zu allen Namics-Büros zu schicken, um von jedem Quartier eine Reihe Actionfiguren zu erstellen.

Testserver
Oft möchte man sein soeben fertiggestelltes Prachtstück von (AEM-)Komponente in verschiedenen Browsern testen, um den Kunden glücklich zu machen. Nun hat man nicht jeden erdenkliche Version von Internet Explorer und Safari auf dem Computer laufen. Wie wäre es mit einem Server im Namics Netz, der es einem ermöglicht (z.B. über Remote Desktop), die verschiedensten Browser zu verwenden, um seine Komponenten schnell testen zu können?

Diese Frage war der Startpunkt für das Projekt “Testserver”, bei dem der Einsatz genau solcher Server evaluiert und zum Teil auch bereits umgesetzt wurde. Das Ergebnis war so verblüffend, dass es möglicherweise demnächst in unseren Kundenprojekten eingesetzt werden wird.

LunchLotto
Mal wieder keine Idee, was und mit wem du zu Mittag essen willst? Dann ab zum LunchLotto, der neuen sozialen WebApp bei Namics! Mit LunchLotto gehst du in völlig neuen, nie dagewesenen Personenkonstellationen zu Mittag essen.

lunchlotto-2

Auf einer Intranetseite kannst du eintragen, wo (in welcher Stadt) und zu welcher Uhrzeit du gern Mittag essen gehen möchtest. Wenn sich mehrere Leute unabhängig voneinander für die gleiche Zeit und den gleichen Ort entscheiden, werden sie entsprechend informiert und können gemeinsam zum Essen aufbrechen.

Über LunchLotto lernst du Kollegen (besser) kennen, mit denen du noch nicht in einem Kundenprojekt zusammengearbeitet hast und die du bisher vielleicht nur auf dem Büroflur getroffen hast. Im Idealfall ergeben sich interessante Kontakte, Gespräche und vielleicht auch die ein oder andere Idee oder gar Freundschaft.

Lego Projektplan
Ressourcenplanung, Phasenplanung, Kanban Board, Burndown Chart, Backlog. Alles ist mit Lego möglich
Mit dem Lego Projektplan lassen sich jederzeit die unterschiedlichsten Projekt-Metriken darstellen, planen und anpassen. Verschiedene Bereiche erlauben die Visualisierung diverser Kennzahlen und Projektphasen. Änderungen und Fortschritte sind kinderleicht durchzuführen – einfach das entsprechende Steinchen an einer anderen Stelle platzieren.

lego-projektplan

wacheschieben.de Relaunch
Ein Namics-Techie mit einem Herz für das Grafische betreibt seit schon über 8 Jahren eine private Homepage, auf welcher er wöchentlichen einen neuen Cartoon präsentiert: http://wacheschieben.de. Die technische Basis, sowie das Konzept und Design sind leider schon etwas in die Jahre gekommen und warten auf einen neuen “mobile first” Ansatz. Warum also nicht das Namics-Know-How abgreifen und über das Lab ein neues Konzept entwickeln? In den zwei Tagen wurde das neue Konzept gefestigt, und schon mal eine Code-Basis entworfen. Das Projekt wird definitiv fortgeführt, aber der Relaunch wird wohl noch eine Zeit auf sich warten lassen. Diese kann man aber prima mit einem wöchentlich neuen Cartoon überbrücken ;-)

wacheschieben
Malen wie Bob Ross
Bob Ross Perücken hatten wir dann leider doch nicht auf, aber wunderschön kitschige Landschaftsmotive im Original Bob Ross Style haben wir trotzdem gemalt. Jeder hat sich einen der alten 24-minütigen Clips auf YouTube rausgesucht und dann per Start&Stop angefangen nachzumalen. Für die 24 Minuten haben wir allerdings ungefähr 5 Stunden gebraucht… Die Resultate können sich aber trotzdem sehen lassen und stehen denen des Meisters in nichts nach.

malen-wie-bob-ross-2

Ein Bericht von Tobias Gilde, Anna-Lena Bechtold und Michael Lemler

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*

*

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>