Was ein interdisziplinäres Team mit Kreativität aus Pappe, Klebeband und Elektromodulen von LittleBits erschafft

Wir leben in einer Welt, die sich extrem schnell durch digitale Technologien verändert. Viele Menschen reagieren mit Ablehnung und Angst und wollen sich mit diesem Wandel nicht beschäftigen. Um unsere moderne Welt (be)greifbarer zu machen hat das Unternehmen LitteBits elektronische Bausteine entwickelt, die wie LEGO zu eigenen Hardwareprojekten zusammengesteckt werden können. Man muss dafür nichts über Schaltkreise oder Löten wissen. LittleBits werden von Lehrern genutzt um Schüler die Welt der Elektrotechnik und digitaler Dienste näher zu bringen. Was für Kinder gut ist, kann für Erwachsene nicht schlecht sein. Deshalb nutzt eine wachsende Zahl von Unternehmen littleBits um Mitarbeitern und Management die digitale Welt näher zu bringen und neue Dienste einfach demonstrieren zu können.

Um der Marktdynamik zu entsprechen, reagieren die Unternehmen bei der Entwicklung von neuen Produkten und Dienstleistungen mit agilen Vorgehensmethoden um schnell durch Fehler zu lernen und durch kontinuierliche Verbesserungen auf die Marktbedürfnisse einzugehen. Für das Lab haben wir die Methode von Lean Start-up genutzt.

Auf dem Namics LAB hatten wir mehrere LittleBit Kits dabei um Ideen schnell umzusetzen. Wir waren ein interdisziplinäres Team aus Entwicklern, Designern und Beratern, die gemeinsam an der Umsetzung von Ideen gearbeitet haben.

Um ins Thema reinzukommen und unseren Spieltrieb zu besänftige, haben wir die ersten zwei Stunden mit den LittleBits gespielt und Projekte aus den Anleitungen in den Kits frei interpretiert.

Die Ergebnisse ließen sich sehen:

  • Axel F. auf dem Synthesizer Modul,
  • ein “Staubsauger”-Roboter mit Fernbedienung,
  • und ein einsatzfähiges Cloudbit für die Anbindung von Internetdiensten.

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Nach dem Mittagessen haben wir dann mit dem Lean Start-up Vorgehen gestartet. Nach einer kurzen Einführung in Lean Start-up, Business Model Canvas und Validation Board ging es mit der praktischen Anwendung los.
Für den Prototyping Prozess war die erste Frage, für welchen Kunden wir ein Produkt entwickeln wollen. Wir haben uns relativ schnell für Hotelmitarbeiter entschieden, da wir vor Ort die potenziellen Kunden gut beobachten und befragen konnten. Nach einer Diskussion und Beurteilung der Kundenprobleme haben wir uns entschieden Lösungen für eine bessere Interaktion zwischen Hotelgäste und dem Empfangspersonal zu entwickeln. Auf Basis unserer ersten Annahmen haben wir das erste Experiment ein Kundeninterview definiert um unsere kritischste Annahme zu validieren. Wir sind davon ausgegangen, dass Hotelgäste unfreundlich reagieren, wenn Mitarbeiter sie nicht mit ihrem Namen ansprechen. Nach ersten Interviews und nachfragen, hatte sich das nicht als einer der Probleme herausgestellt, die für das Hotelpersonal wirklich bewegend sind. Die Kernprobleme aus den Interviews waren:

  • hohe Fluktuation der Mitarbeiter
  • unflexible Arbeitszeiten (Nacht- und Wochenendarbeit)
  • unfreundliche Hotelgäste
  • unfreundliches Personal (Freundlich sein, unabhängig von persönlicher Stimmung)

Wir haben beschlossen uns der Unfreundlichkeit zu widmen und nach Lösungen gesucht. Da freundlich sein eher eine Einstellung und eine Haltung ist, haben wir uns gedacht, dass wir diesen Zustand fördern und bestärken können.

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Unser MVP war dann ein Button, den die Hotelmitarbeiter jedes Mal drücken sollten, wenn sie ein freundliches Gespräch hatten. Jeder Druck auf den Knopf hat eine E-Mail versendet, die es uns ermöglicht hat zu zählen, wie viele positive Erlebnisse die Mitarbeiter am Empfang haben.

An dieser Stelle haben wir den Lean Start-up Prozess nicht weiter verfolgt, weil wir am nächsten morgen keine Möglichkeit hatten die Nachtschicht nach den Erfahrungen zu befragen. Stattdessen haben wir am Tag darauf die restliche Zeit genutzt um uns voll dem Bau von Prototypen zu widmen.

In dem sehr kreativen Teamprozess ist aus verschiedenen Ideen ein Tischflipperautomat entstanden.

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Am Ende durfte jeder der wollte eine Runde flippern.Während des Labs konnte man sehr schön den großen Spaß bei allen Miterfindern beobachten. Auch Große können mit großer Leidenschaft und Fokus spielen und ihrem Erfindergeist und Kreativität freien Lauf lassen. Je länger sich die Gruppen mit dem Prototyping beschäftigt haben, desto mehr sind sie aus dem vorgegebene Rahmen ausgebrochen und haben alle verfügbaren Materialien benutzt um ihre Ideen zur Realität werden zu lassen.

Beitrag von Alexander Henss, Bernd von Ohlen, Florian Steiner, Hobil Onay, Joel Flammann, Jonathan Voigt, Manuel Strobel, René Kohlmann, Steven Dostert, Thomas Spenler

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