Concat & Barcamp FH Salzburg 2018

Am 2. und 3. März hatten wir die Chance, an der FH Salzburg an zwei Veranstaltungen teilzunehmen, die kaum unterschiedlicher hätten sein können. Auf das Barcamp in kleinerem, persönlicheren Kreis mit selbst ausgearbeiteten Vorträgen, folgte am nächsten Tag die .concat() Konferenz, bei der 19 internationale Sprecher auf zwei Bühnen das Publikum für verschiedene Themen aus dem Bereich der Web-Technologien begeisterten:

Der gemeinsame Nenner der beiden Veranstaltungen bestand in der thematischen Ausrichtung: Von Accessibility über Browser-Kompatibilität bis hin zu konkreten Technologien wie Swift oder PHP war für jeden mit Interesse an Webentwicklung etwas dabei.

Concat Concat3

Los ging es am Freitag mit einem Barcamp, an dem vorrangig aktive und ehemalige Studenten der FH Salzburg aber auch einige Vertreter lokaler und internationaler IT-Unternehmen teilnahmen. Den Auftakt machten zwei Absolventen mit ihren Vorträgen über Spieleprogrammierung und der Gewinnung von 3D-Daten aus 2D Bildern.

Im Anschluss gab es die vom Publikum ausgearbeiteten Vorträge, z.B. eine Ausführung über dezentralisierte Webanwendungen, die verdeutlichte, dass die Blockchain nicht nur für virtuelle Währungen genutzt werden kann sondern eine transparente und sichere Alternative zu den klassischen Client-Server-Architekturen darstellt.

Außerdem gab es einen Vortrag über die richtige Ausführung von Scrum, der teilweise die bekannten Ansätze aufgriff (“Das Board von rechts nach links abarbeiten”), aber auch mit eigenen Ideen für etwas Originalität sorgte. Beispielsweise wurde empfohlen, bei jedem Sprint einen Entwickler als Ansprechpartner/-in für alle technischen Querfragen zur Seite zu stellen, damit sich der Rest des Teams ungestört auf die Abarbeitung der Tickets konzentrieren kann. Darüber hinaus gab es den Vorschlag der Verwendung eines analogen Scrumboards parallel zu JIRA zu nutzen, welches den Entwicklern den Fortschritt in den Tickets besser vermitteln soll und als netten Nebeneffekt die jährliche rituelle Verbrennung von Ticket-Zetteln ermöglicht.

Der nächste Vortrag handelte von einem Verfahren zur Effizienzanalyse von Suchen. Der Ansatz bestand dabei in der Aufstellung einer riesigen Datentabelle, die allen Artikeln eine Relevanz für verschiedene Suchbegriffe in Form einer Zahl zuordnete. So kann dann für verschiedene Parametrisierungen des Suchalgorithmus die Qualität der Suchergebnisse gemessen werden. Die Auswertung der gewonnenen Kennzahlen ermöglicht dann die Optimierung der Parameter des Suchalgorithmus.

Gegen Ende der Veranstaltung konnten wir dank einiger kleiner Javascript-Rätsel, mitgebracht und vorgetragen von Christian Stuff Javascript von seiner absurdesten Seite beleuchten.

Abgerundet wurde der Tag durch die Teilnahme an der sogenannten Ludecat, bei der wir uns in einer bunten Auswahl aus relativ unbekannten Videospielen mit den anderen Barcamp Besuchern messen durften. Trotz großem Kampf schafften wir es hier leider nicht über die Vorrunde hinaus – die Pizza entschädigte uns aber teilweise dafür :-)

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Am Samstag startete dann das Highlight des Wochenendes, die .concat(). Es ging bereits früh morgens mit dem ersten Vortrag los. Dieser thematisierte die Javascript-engine V8, die von Google entwickelt wird. Dabei wurde anschaulich gezeigt, welche Performance-Probleme Polymorphie dem Compiler bereiten kann, und dass diese durch das Schreiben von Compiler-Code lösbar sind.

Ein weiterer interessanter Beitrag beschäftigte sich mit dem PRPL-Pattern. Dieses hat die Optimierung der Website-Ladezeiten vor allem für Mobilgeräte zum Ziel. Versucht wird dies in vier Schritten, aus denen sich auch der Name des Patterns zusammensetzt:

  • Push – Initial benötigte Ressourcen werden per HTTP/2 Server Push zum Client gesendet.
  • Render – Initiale route wird gerendert.
  • Pre-cache – Ressourcen für übrige Routen werden vorgespeichert.
  • Lazy-load – Weitere Routen werden erst erstellt, wenn es nötig ist.

Netzwerkgraphen echter Webseiten dienten dazu, die aktuell herrschenden Missstände sowie die Wirkung des Patterns auf die Ladezeiten für jeden verständlich aufzuzeigen.

Ein besonders praxisrelevanter Vortrag bestand in einem Strategie-Guide für die Benutzung von CSS Custom-Properties. Hier wurde die klare Empfehlung ausgesprochen, für sich ändernde Variablen Custom-Properties zu verwenden und Konstanten wie gewohnt als SASS-/LESS-Variable anzulegen.

Es gab noch einen zusätzlichen 5-minütigen Zeitslot, für welchen man sich im Vorfeld bewerben und welcher durch ein Voting gewählt werden konnte. Auch hier konnten wir uns in Person von Christian Stuff wieder fachlich einbringen. Mit seinem Vortrag über die Effizienz von Entwicklerteams regte er zum Nachdenken über Themen oberhalb der technischen Herausforderungen an und setzte sich thematisch von den anderen Lightning Talks ab – ein großes Dankeschön an dieser Stelle an dich, Chris!

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Abschließend gab es dann noch einen Vortrag über das HTML SVG-Element, der mit der schieren Anzahl der Möglichkeiten, die dieses Element bietet, zu verblüffen wusste. Es wurde gezeigt, wie man nur mit HTML und CSS Texturen und Verzerrungseffekte erstellen kann, hinter denen man ansonsten definitiv eine Bildbearbeitungs-Software vermutet hätte.

Alles in allem konnten wir an diesem Wochenende eine hohe Präsenz erreichen, die letztendlich in dem Gerücht gipfelte, es würde bald ein neuer Namics-Standort in Salzburg eröffnet. Darüber hinaus konnten wir aus den vielen verschiedenen Vorträgen viele Ideen mitnehmen, die uns fachlich weiterbringen. Gerade die Kombination von .concat() und Barcamp sorgte für einen guten Ausgleich zwischen großen Bühnen und privatem Austausch. Unser Fazit: Gerne wieder!

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