Namics Frankfurt – Dreifach gut!

Wenn man an einem Sonntag im Spätsommer im Darmstädter Nordbad steht und einem der Coke Light-Mann vorkommt wie ein zehnjähriger Junge mit Hausstauballergie, dann kann das nur eines bedeuten: die Betriebssportgruppe Triathlon der Namics Frankfurt ist in Badeklamotten vor einem aufgetaucht und wartet auf ihren Start beim Datterich. Und dieser Zeitpunkt war am letzten Sonntag wieder gekommen!
Denn wie jedes Jahr waren wir natürlich auch heuer wieder am Start beim beliebten Jedermann-Triathlon, und wie immer unbelastet von zu viel Vorbereitung.

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Besonders viel Energie und Luft hatten wir noch, als der Stadionsprecher unsere Teamnamen aufrief. Was uns zu orkanartigen Jubelstürmen veranlasste. Was wiederum so viel Eindruck gemacht hat, dass die Teams auf den anderen Bahnen nur noch so viel Optimismus ausstrahlten wie ein leerstehendes Ladenlokal in Brandenburg. Gut gebrüllt ist halb gewonnen, oder so.
Los ging es danach wie gewohnt mit dem Schwimmen, 380m. Da wir größtenteils nicht unbedingt Großmeister der Standard-Schwimmtechniken sind, sah das bei den meisten eher aus wie das muntere Planschen neugeborener Nilpferde. Was ja auch irgendwie süß ist. Die vorbildliche Ausnahme stellten Tom „Torpedo“ Strube und Ellen „Die Stilistin“ Hellwig dar, die im Becken dermaßen abgingen, dass sie Michael Phelps wie einen Teletubbie aussehen ließen. Raketen!

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Nach dem Wassertreten ging es dann durch die Wechselzone auf zum Radfahren. 18km durch die Darmstädter Nordstadt. Wir setzten hier mal wieder weniger auf Karbon und mehr auf Kondition. Oder unsere Interpretation davon. Das gelang dann auch mehr oder weniger gut, 18km können sich durchaus ziehen. Man kann die Zeit aber auch nutzen, um wie Julia „Ab in die Büsche“ Dick neue Freundinnen fürs Leben zu finden. Man weiß nie, was beim Datterich passiert.
Aber es gab auf dem Rad auch eine echte Macht unter uns. Die meisten anderen Radfahrer konnten sich nur an ein orangefarbenes Projektil erinnern, das an ihnen vorbeipfiff. Und viele Zuschauer dachten, ein Koyote, der Chilischoten geschissen hat, wäre an ihnen vorbeigezischt. Doch mitnichten, es war Markus „King“ Neininger, der auf dem Drahtesel in einer ganz eigenen Liga unterwegs war. Und damit auch den Grundstein legen konnte, später den Zielstrich als erster Namicsler zu überqueren.

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Nach dem Rad ging es wieder durch die Wechselzone Richtung Laufstrecke. 4,2km durch den Darmstädter Bürgerpark. Sehr schöne Strecke. Wäre man nicht vorher schon geschwommen und geradelt. Daher war das hier für die meisten von uns auch der Zeitpunkt, an dem sie begonnen haben, sich wie der Hauptakteur in einer alttestamentarischen Strafaktion zu fühlen. Wobei das je nach Vorlieben ja auch ein Gewinn sein kann.
Aber egal, wenn man uns auch nicht unbedingt Ausdauer und Kondition unterstellen kann, beißen können wir. Und so liefen wir fröhlich weiter. Besonders fröhlich und besonders schnell lief Aymen „Fixie“ Jemour. Wer ihn so einzigartig kraftvoll durchs Gelände galoppieren sehen durfte, hat vielleicht eine Idee von der Naturgewalt bekommen, die seinerzeit die Dinosaurier ausradiert hat. Unfassbar! Aber auch dahinter wurde noch Laufsport vom allerfeinsten geboten. Vor allem das Duell von Daniel „Gute-Laune-Bär“ Grohs und Steffen „Shortcut“ Kopmeier war derart spannend, dass sich viele Zuschauer am Streckenrand die Fingernägel bis zur Schulter abgeknabbert haben. Gleichzeitig auf die Laufstrecke gegangen, trennte die beiden am Ende nur vier Sekunden. Purer Wahnsinn!
Am Ende schafften es mal wieder alle von uns bis zum Getränke- und Melonenlager hinterm Zielstrich. Und das mit persönlichen Bestzeiten ohne Ende.

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Anschliessend ging es natürlich noch zum Afer Sport. Denn genausowenig, wie man sich ein kolumbianisches Trikot anschauen kann, ohne Carlos Valderramas Mähne vor Augen zu haben, kann man am Datterich teilnehmen, ohne sich danach von isotonischen Getränken und leckerem Essen infiltrieren zu lassen. Definitiv unsere Paradedisziplin.
Und so kam es, dass ein weiterer Datterich ausschließlich gut gelaunte Namicsler zurückließ. Verloren hat wie jedes Jahr nur jeder, der nicht dabei war.

Ein besonderer und riesiger Dank, quasi schon traditionell, an Doreen „Foto-Queen“ Heigener, die uns als Fan, Fotografin und Kindergärtnerin zur Seite stand. Ganz groß!
Und an Ellen, dass sie die Tradition nicht sterben lassen hat.

Unser diesjähriges Dreckiges Dutzend bestand aus folgenden Ausnahmeathleten (in quasi zufälliger Reihenfolge):
Christopher „Mütze“ Diesel
Julia „Ab in die Büsche“ Dick
Tobias „Keine Luft im Gummi“ Schmidt
Johannes „Das Tier“ Wali
Steffen „Shortcut“ Kopmeier
Daniel „Gute-Laune-Bär“ Grohs
Jens „Gegenwind“ Lauer
Aymen „Fixie“ Jemour
Simon „Beste Badehose“ Hauck
Ellen „Die Stilistin“ Hellwig
Tom „Eiergrenze“ Strube
Benjamin „Der große Gang“ Gabriel
Marc „Der weiße Massai“ Suhre
Markus „King“ Neininger

Bis nächstes Jahr in alter Frische!

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